Das Ziel: Regenwasser speichern und für angenehmere Temperaturen sorgen.
In Zeiten, in denen jeden Sommer neue Temperaturrekorde aufgestellt werden, ist die Suche nach neuen Abkühlungsmöglichkeiten enorm wichtig. Zuletzt wurden ja beispielsweise, wie berichtet, in Seibersdorf im Bezirk Baden mit 37,7 Grad Celsius der bundesweit bisher heißeste Tag des Jahres registriert. Im Bezirk Wiener Neustadt will man deshalb rechtzeitig die Weichen stellen. Eine Variante wurde in Lanzenkirchen umgesetzt.
Wir wollen damit direkt im Zentrum der Gemeinde für ein angenehmeres Klima sorgen und auch etwas für Bürger, Gäste sowie die Umwelt tun.
Berhard Karnthaler, Bürgermeister von Lanzenkirchen
Klimatechnisch äußerst effizient
Das Projekt ist nicht nur sehr hübsch anzuschauen, sondern auch klimatechnisch äußerst effizient. Genannt wird es „neue Schwammstadt“ und ist direkt im neuen Zentrum von Lanzenkirchen verwirklicht worden.
Böden werden durchlässiger
Das Prinzip hinter dem „coolen“ Projekt: Unterhalb der befestigten Oberflächen wird eine Schicht aus grobkörnigem Schotter sowie feineren, wasserspeichernden Materialien angelegt. Ein Experte erklärt: „Somit haben die Bäume direkten Kontakt zu den Schotterschichten. Versiegelte und verdichtete Böden werden dadurch durchlässiger.“
Kreislauf sinnvoll genutzt
Bei Starkregen, drückender Hitze sowie auch bei Trockenperioden kann hier Regenwasser im Kreislauf sinnvoll genutzt und gleichzeitig das Kanalsystem entlastet werden. Die Bäume werden dadurch auch größer und älter und dienen als natürliche Klimaanlage, was wiederum den Besuchern der Plätze eine angenehme Brise beschert.
Eine Initiative, die hoffentlich vielen anderen Gemeinden als Vorbild dient.
D. Seebacher, L. Lusetzky
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