Abgabe soll fallen

„Bellos“ aus dem Linzer Tierheim bald steuerfrei?

In Wels muss für „adoptierte“ Vierbeiner für drei Jahre keine Abgabe entrichtet werden. Nun spricht sich auch der Linzer FP-Stadtrat Raml dafür aus, um so das überfüllte Hundeasyl zu entlasten.

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Die Corona-Krise ist auch am Linzer Tierheim nicht spurlos vorübergegangen. Schon die Pandemie mit all ihren Folgen hatte viele Linzer dazu gezwungen, ihre Lieblinge abzugeben. „Aufgrund der aktuellen Teuerungswelle ist wieder davon auszugehen, dass das Tierheim mehr Hunde als üblich aufnehmen wird müssen. Das bedeutet natürlich auch mehr Kosten“, meint der freiheitliche Stadtrat Michael Raml.

Pro Hund müssen jährlich 54 Euro bezahlt werden
Um Hundeliebhabern einen Anreiz zu geben, sich einen Schützling aus dem Tierheim zu holen, fordert er die Abschaffung der Hundesteuer nach Welser Vorbild. Dort muss in den kommenden drei Jahren keine Abgabe für „Bellos“ aus dem Tierheim entrichtet werden. Aktuell sind in Linz pro Jahr für jeden Hund, der älter als zwölf Wochen ist, 54…Euro zu berappen.

Wels als Vorbild
„Wenn die anderen Fraktionen schon die Subvention für das Tierheim nicht erhöhen wollen, dann soll sich Linz die Stadt Wels als Vorbild nehmen, um das Tierheim und bereitwillige Menschen zu unterstützen“, spielt Raml auf einen Gemeinderats-Beschluss vor zwei Jahren an. Die Blauen wollten im November 2020 die Förderung für das Tierheim erhöhen, dieser Antrag wurde von den anderen Fraktionen aber abgelehnt.

Letzte Erhöhung 2016
Die letzte Indexanpassung der Hundeabgabe liegt sechs Jahre zurück. Damals wurde auch vereinbart, dass eine Hälfte der Einnahmen für den Ausbau und Erhalt der Hundeinfrastruktur – wie etwa für Trinkbrunnen oder Kotsackerl-Spender – verwendet werden soll, während die andere Hälfte der Netto-Einnahmen dem Tierheim als Subvention zugutekommen soll.

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