14.07.2022 14:00 |

Tierischer Einsatz

Hündin „Kira“ von Bergrettern aus Klamm gerettet

Die Bergretter aus Oetz sind Spezialisten für tierische Einsätze. Am Wochenende wurde wieder eine Hündin aus der Auerklamm geborgen. Das Tier hat sich mittlerweile gut erholt.

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Die fünfjährige „Kira“, eine Border-Collie-Dame aus Ambach im vorderen Ötztal, ist am Sonntagnachmittag ihrem Besitzer entwischt. „Mein Sohn hat mich daraufhin verständigt, weil ich ,Kira‘ unter der Woche für ihn betreue“, erzählt Paula Reich, „wir haben dann wie die Wilden überall nach ihr gesucht - leider vergeblich.“

Tier lag rund 15 Meter unterhalb des Weges
Wie sich herausstellte, war „Kira“ in die Auerklamm ausgebüxt. Dort lag sie regungslos unterhalb des Spazierweges. Ein Augenzeuge schlug gegen 15.20 Uhr Alarm. „Wir sind dann zu dritt in die Klamm“, erzählt Florian Falkner, Ortsstellenleiter der Bergrettung Oetz und selbst Lawinenhundeführer. Es dauerte nicht lange, bis die Bergretter - unter ihnen auch ein Hundetrainer, der vorsorglich sein Chiplesegerät zu dem Einsatz mitnahm - „Kira“ entdeckten. Sie befand sich rund 15 Meter unterhalb des Weges, zum Glück nicht im Wasser. „Wir dachten zunächst, dass das Tier verletzt sei, weil es sich nicht bewegte“, sagt Falkner. Das Trio stieg jedenfalls zu „Kira“ hinunter und stellte fest, dass die Hündin wohl nur einen Schock hatte.

„Wir fixierten sie mit der Leine auf der Trage und transportierten sie zu Fuß aus der Klamm heraus“, schildert der Bergretter. Zum Glück war der Fundort nicht weit vom Eingang entfernt. Im Auto wurde „Kira“ schließlich nach rund einer Stunde ins Bergrettungsheim Oetz gebracht.

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Es hat ihr nichts gefehlt, mittlerweile hat sie sich auch wieder bestens von dem Abenteuer erholt.

Paula Reich

Dort gelang es einem der Einsatzkräfte, den Chip der Hündin auszulesen, so konnte Paula Reich verständigt werden und Hündin „Kira“ schließlich abholen. „Es hat ihr nichts gefehlt, mittlerweile hat sie sich auch wieder bestens von dem Abenteuer erholt“, freut sich Reich im Gespräch mit der „Tiroler Krone“. Den Bergrettern und Florian Falkner ist sie überaus dankbar für deren Einsatz. „Ich werde mich natürlich mit einer Spende erkenntlich zeigen“, kündigt sie erleichtert an.

Es war übrigens nicht der erste tierische Einsatz der Oetzer Bergretter heuer. Schon im März wurde - ebenfalls aus der Auerklamm - ein Hund gerettet. Im Vorjahr gab es außerdem einen erfolgreichen Einsatz für einen Hund im Bereich der Ötztaler Ache, ebenfalls 2021 brachten zwei Canyoningführer der Bergrettung Oetz ein abgestürztes Schaf in Sicherheit.

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