Grammy 2005

Ray Charles und Alicia Keys räumen ab!

Musik
16.02.2005 13:21
Der Schöpfer der Soul-Musik Ray Charles ist acht Monate nach seinem Tod der große Gewinner der Grammys. Der im Juni 2004 gestorbene Superstar wurde in der Nacht auf Montag mit acht Grammys geehrt, darunter in der Hauptkategorie "Bestes Album". Vier Preise erntete Alicia Keys. Außerdem auffällig: das mega-unvorteilhafte Sack-Kleid von Jennifer Lopez.
kmm
Ray Charles, der am 10. Juni 2004 im Alter von73 Jahren starb, hatte die CD "Genius Loves Company" in seinenletzten Lebensmonaten mit Musikgrößen wie B.B. King,Elton John und Willie Nelson aufgenommen. In seiner Jahrzehntewährenden Karriere hatte er zuvor insgesamt zwölf Grammysgewonnen. 
  
Zu seinen nun posthum verliehenen Preisen der US-Musikakademiegehörte auch der Grammy für die Single des Jahres. Erging für den Song "Here We Go Again" an Charles sowie anseine junge Duett- Partnerin Norah Jones. 
  
Die Jazz-Sängerin bedankte sich überglücklichund würdigte Charles als großen alten Meister des Soul."Ich fange gleich an, zu weinen", sagte sie. Der Preis mache deutlich,wie wundervoll Musik sein könne. "Zusammen mit Ray Charlesist das hundertprozentig so." 
  
Der Schauspieler Jamie Foxx, der für die Verkörperungdes Soul- Genius in dem Musikfilm "Ray" für einen Oscar nominiertist, begeisterte das Publikum in der Grammy-Nacht mit einer Interpretationdes Charles-Welthits "Georgia on My Mind". 
  
Vier Grammys für Alicia Keys 
Zu den anderen herausragenden Gewinnern der Grammy-Nachtgehörten die R&B-Musiker Alicia Keys und Usher mit viersowie drei Auszeichnungen. Auch die irische Rockband U2 holtesich drei Grammys. 
  
Den Preis für das beste Rock-Album gewanndie Band Green Day mit ihrer punkigen Politrock-Oper "AmericanIdiot". Darin nehmen sie das neo-konservative Amerika unter GeorgeW. Bush kräftig auf die Schaufel. 
  
"Rock and Roll kann gefährlich sein und zugleichSpaß machen", sagte Green-Day-Bandleader Billy Joe. DieGruppe aus Kalifornien hatte zuletzt vor elf Jahren einen Grammygewonnen, schaffte es aber mit ihrer musikalischen Regierungskritiknun wieder auf die Titelseite des Magazins "Rolling Stone". 
  
Der HipHop-Musiker und -Produzent Kanye West, dermit zehn Anwartschaften der große Favorit war, schnitt wenigergut ab, als erwartet. Er holte sich aber die Grammys fürdas beste Rap-Album mit seiner CD "The College Dropout" sowiefür den besten Rap-Song mit "Jesus Walks". 
  
J.Lo im Wabbel-Kleid 
Wenn man La Lopez so ansieht, könte man diewildesten Dinge vermuten: Schwanger? 30 Kilo zugenommen? Oderhat sie sich eine Jause unauffällig um die Hüften geschnallt?Oder schmuggelt sie verbotene Dinge, die sie an ihre Star-Kollegenverscherbelt? Irgendeine Erklärung muss es doch dafürgeben, dass Jennifer Lopez bei der Grammy-Verleihung auftrittwie eine Mültonne! 
  
Maroon 5 beste Newcomer 
Entgegen allen Erwartungen gewann Kayne West nichtden Grammy in der Kategorie "Bester neuer Künstler". DieserPreis ging an die Popband Maroon5. Deren Leadsänger AdamLevine verneigte sich auf der Bühne vor dem Konkurrentenund sagte: "Kanye West, ich danke dir, dass du so unglaublichgut bist." 
  
Zu den Überraschungen der Grammy-Party gehörte,dass die Popsängerin Britney Spears, deren Karriere sichdem Ende neigt, den ersten Grammy ihrer Laufbahn gewann. Die 23-Jährigebekam ihn für den Song "Toxic" als beste Dance-Aufnahme.Eine zweitklassige Kategorie. 
  
Melissa Etheridge trat kahl auf 
Eine der herausragendsten Musikdarbietungen der Nachtwar der kahlköpfige Auftritt der Rockerin Melissa Etheridge.Es war ihr erster seit sie an Brustkrebs operiert wurde und eineStrahlentherapie hinter sich brachte. Etheridge sang zu Ehrenvon Janis Joplin, die posthum mit einem Lebenswerk-Grammy ausgezeichnetwurde, deren Superhit "Peace of My Heart". 
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