Das Coronavirus kennt keine Sommerpause: Die NÖ-Behörden halten sogar eine neue Welle im Juli für „wahrscheinlich“. Diese könnte aber positive Effekte für den Herbst haben.
Steigende Temperaturen verursachen sinkende Corona-Fallzahlen. Zum ersten Mal seit dem Beginn der Pandemie geht diese Rechnung heuer nicht mehr auf. Grund dafür sind die beiden hochinfektiösen BA.4- und BA.5-Mutationen. 323 Fälle wurden bis dato hierzulande entdeckt – die Dunkelziffer dürfte, wie berichtet, aber noch viel höher liegen.
Wir führen die steigenden Zahlen auch auf verstärkte Reisetätigkeit, Events ohne Einschränkungen und die gefallenen Regelungen mit Anfang Juni zurück.
Ulrike Königsberger-Ludwig, Landesrätin für Gesundheit (SPÖ)
Weil zudem die Reisetätigkeit wieder ansteigt, aber die Corona-Regeln gelockert wurden und es bei diesen beiden Virusvarianten obendrein noch häufiger zu Reinfektionen kommt, droht uns jetzt die erste Sommerwelle. Das bestätigt man nun auch im Büro der Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig. „Aufgrund der derzeit noch immer stark ansteigenden Inzidenzwerte und der aufgehobenen Kontaktbeschränkungen ist eine neuerliche Welle im Juli durchaus wahrscheinlich“, heißt es auf Anfrage.
Die Zahl der täglichen Neuinfektionen und auch das Ende der drohenden Welle könne man zwar noch nicht prognostizieren – die Sommer-Welle könnte sich dafür aber positiv auf das Infektionsgeschehen im Herbst auswirken. „Es wird davon ausgegangen, dass höhere Infektionszahlen im Sommer eine mögliche Herbstwelle abfedern. Wir beobachten die internationale und auch die nationale Lage sehr genau“, betont man im Büro der Landesrätin.
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