Beteuert Unschuld
Ex-Premier Sanader gab sich bei erstem Verhör wortkarg
Bei der Einvernahme wollte Sanader nicht auf die Fragen antworten, erklärte Sanaders Anwalt Cedo Prodanovic gegenüber Radio 101. Der ehemalige kroatische Ministerpräsident wies die gegen ihn erhobenen Korruptionsvorwürfe während der zweistündigen Einvernahme zurück. "USKOK sollte ihre Thesen nochmals prüfen", so Prodanovic.
Die Einvernahme fand im Gefängnis Remetinec statt, da der Ex-Regierungschef noch immer an seiner Beinverletzung laboriert und ihm sogar eine Blutvergiftung drohen könnte.
Gelder über Fimi Media bezogen?
Über die Kommunikationsfirma Fimi Media sollen Millionen aus staatlichen Unternehmen abgezogen worden sein, die in "schwarzen Fonds" der Regierungspartei HDZ (Kroatische demokratische Gemeinschaft) und in den Taschen von Politikern gelandet sein sollen. Sanader soll die Geldbeträge nicht nur nach Hause geliefert bekommen haben, sondern damit auch Politiker und Journalisten bestochen haben, was alle Beteiligten in Medien dementiert hatten.
Befragung zur Causa Hypo Alpe Adria
Am kommenden Mittwoch findet die zweite Einvernahme Sanaders statt, dann soll auch der Fall Hypo Thema sein. In dieser Affäre soll Sanader Provisionen im Wert von etwa einer halben Million Euro von der Kärntner Hypo Alpe Adria Bank bei Geschäften während der Jahre 1994 und 1995 kassiert haben. Der Ex-Politiker beteuerte auch in dieser Causa seine Unschuld.
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