Lochen-Athletin Lena Raidel (17) zeigt, dass ihr Sport oft falsch dargestellt wird „Ich bin Gewichtheberin, aber einfach auch sehr gerne eine Frau“
Zumindest die Teilnahme an einer Elite-Weltmeisterschaft hat sie sich als Ziel gesetzt, vorerst zeigt Lena Raidel aber noch in den Nachwuchsklassen ihr Können. Dreifache Junioren-Vize-Europameisterin ist sie bereits, ab heute kämpft die 17-Jährige für die Union Lochen in der eigenen Halle beim 19. Internationalen Juniors Battle, bei dem insgesamt 92 Starter dabei sind, um Gold. Der Erfolg im Gewichtheben ist für die Schülerin aber nicht alles. „Obwohl ich Kraftsportlerin bin, lege ich auch sehr viel Wert auf mein Äußeres, ich bin einfach sehr gerne eine Frau“, sagt Lena, die in den Sozialen Medien das auch öffentlich zeigt. „Ich möchte ein Vorbild sein für die jungen Mädels, die zum Gewichtheben anfangen wollen. Es besteht leider das Vorurteil, dass man mit dem Sport anfängt und dann irgendwann wie ein Mann aussieht. Mir ist wichtig, dass ich zeige, dass das nicht so ist. Es gibt einfach im Gewichtheben so viele Vorurteile, die nicht stimmen“, so die mehrfache Rekordhalterin.
Herz und Hantel tätowiert
Die körperliche Fitness ist ihr sehr wichtig. Achtmal in der Woche stemmt sie Gewichte, dazu kommen Cardio- und Yoga-Einheiten. „Das ist fast wie ein Vollzeitjob“, lacht Lena. Die Leidenschaft dafür hat sie quasi in die Wiege gelegt bekommen, auch ihre Eltern sind Kraftsportler. Und am rechten Oberarm hat sie sich ihr „Leben“ auch verewigen lassen. „Ein Tattoo von einem Herz und einer Hantel symbolisiert, dass das ein wichtiger Bestandteil von mir ist!“
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