In Schalchen (OÖ) werden befruchtete Eier bereits in Brutkästen ins Fließgewässer gesetzt. Diese Fische haben dann einen besseren Fluchtinstinkt.
Bis vor zehn Jahren war der Brunnbach bei Schalchen ein attraktives Fischgewässer. Dann nahmen Fischotter, Kormoran und Reiher überhand – und fraßen alles leer. Damit wollte sich Manfred Fesl (53) nicht abfinden. Er initiierte ein Projekt, bei dem Bachforellen auf natürliche Weise vor Ort aufgezogen, anstatt erst in fortgeschrittenem Alter eingesetzt zu werden: „Unsere Form der Besatzung hat den Vorteil, dass sich die geschlüpften kleinen Forellen besser an die Umgebung anpassen und später durch ausgeprägte Fluchtreflexe höhere Chancen haben, einem jagenden Fischmarder oder Reiher zu entkommen. Und sie sind widerstandsfähiger gegen Krankheiten.“
Brutkasten im Bach
Aus diesem Grund setzt Fesl befruchtete Eier schon im Augenpunkt-Stadium (3 bis 4 mm groß) in einem Brutkasten im Bach aus, wo sie sich frei von Fressfeinden bewegen können.
Entwickeln Instinkte
Nach drei Wochen schlüpfen Larven, die dann im Dottersack-Stadium über Schlitze in der Brutbox ins freie Gewässer schwimmen. Fesl: „Hier entwickeln sie ihre natürlichen Instinkte, die sie fürs Überleben benötigen. Der Landesfischereiverband zeigt bereits Interesse.“
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