Weil er im April dieses Jahres drei Pflegekräfte an der Klinik Innsbruck verprügelte, nachdem seine Freundin operiert worden war, wurde am Mittwoch ein 18-Jähriger aus Vorarlberg am Landesgericht Feldkirch wegen dreifacher Körperverletzung zu neun Monaten Haft verurteilt. Auslöser für die Attacken war ein Joint.
Der damals gerade noch 17-Jährige fuhr nach Innsbruck, um seine frisch operierte Freundin (16) zu besuchen. Als diese aus der Narkose erwachte, wollte sie einen Joint rauchen. Der Anästhesiepfleger erklärte ihr, dass das nicht möglich sei. Die junge Frau stand dennoch auf und ging in Richtung der Operationssäle, wo noch weitere Eingriffe liefen. Der Pfleger versuchte sie aufzuhalten, die 16-Jährige begann zu schreien und wehrte sich.
Pfleger attackiert und verletzt
Ihr Freund eilte herbei und wollte ihr „helfen“. Er sprang den 35-jährigen Diplompfleger von hinten an und schlug ihm ins Genick. Als zwei weitere Pfleger ihrem Kollegen zur Hilfe eilten, schlug und trat der 18-Jährige um sich und verletzte dabei alle drei Pfleger. Sie erlitten Hämatome, Kratzer und Prellungen.
Zu dem Angriff war der dreifach vorbestrafte Mann vor Gericht geständig. Ihm drohten insgesamt 29 Monate Haft, die einst auf Bewährung ausgesprochen worden waren. Widerrufen wurde jedoch lediglich ein Monat, somit muss er auf Grundlage der Verurteilung zu acht Monaten Haft insgesamt neun Monate hinter Gitter. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
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