Eine Kooperation zwischen den Landesimpfzentren und dem Rauchfrei-Telefon startet. Ab Mitte Juni gibt es zum Stich auch Tickets, die Landsleuten bei der Entwöhnung helfen sollen.
Impfen hilft und rauchen schadet. Dass man für diese Erkenntnis kein Arzt sein muss, ist klar. Dass man das Impfen und die Raucherentwöhnung aber miteinander verknüpfen kann, ist neu. In NÖ soll das ab Mitte Juni gelingen. „Alle, die das wollen, erhalten in den Impfzentren auf Wunsch Beratungsgespräche und ein eigenes Rauchfrei-Ticket, mit dem sie beim Rauchfrei-Telefon angemeldet werden. Dessen Experten setzen sich dann mit den Interessenten in Verbindung“, bringt Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig das Konzept auf den Punkt.
Vor allem im Hinblick auf eine mögliche nächste Corona-Welle im Herbst sollen sich nun Landsleute zu ihrer Gesundheit bekennen. „Raucher haben ein höheres Risiko, an Corona zu erkranken. Wenn man mit dem Rauchen aufhört, wird das Immunsystem dagegen rasch gestärkt“, ergänzt die Landesrätin. Was für einen Effekt die Entwöhnungen im Land haben könnten, zeigt ein Blick auf die Zahlen. Jeder vierte Landsmann ist Raucher. Jeder Fünfte greift täglich zur Zigarette und schadet damit der eigenen Gesundheit.
Besonders bedenklich ist das Einstiegsalter. Das liegt im Durchschnitt nämlich bei nur zwölf Jahren. „Burschen fangen meist sogar noch ein halbes Jahr früher an, als Mädchen“, heißt es dazu von den heimischen Behörden. Was dagegen Hoffnung macht: 58 Prozent der Raucher im Land haben zumindest schon einmal versucht, aufzuhören – 36 Prozent sogar mehrmals.
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