Noch keine Entlastung

Verschobene Operationen werden jetzt nachgeholt

Niederösterreich
31.05.2022 06:06

Trotz rückläufiger Infektionszahlen gibt es in den niederösterreichischen Kliniken immer noch viel zu tun. Erst Anfang Mai herrscht wieder Normalbetrieb. Viele verschobene Eingriffe werden aktuell noch nachgeholt. 

Länger als in den meisten anderen Bundesländern konnte der Regelbetrieb während der vergangenen Corona-Wellen in den NÖ-Kliniken aufrechterhalten werden. Weil die allgemein hohen Ansteckungszahlen – wie berichtet – aber dazu führten, dass in der Hochphase der Omikron-Welle 3000 von 22.000 Spitalsmitarbeitern ausgefallen waren, mussten nicht planbare Eingriffe vereinzelt wieder verschoben werden. Seit Mitte März gehen die Corona-Fallzahlen wieder zurück – Anfang April wurde der Trend zeitverzögert in den Spitälern spürbar.

Seit Mai werden alle Eingriffe durchgeführt
Von einer Entlastung für das Klinikpersonal darf aber trotz dieser positiven Entwicklung noch keine Rede sein. Zu viele verschobene Eingriffe müssen derzeit eingeschoben, zu viele längst überfällige Untersuchungen endlich nachgeholt werden.

„Seit Mai werden wieder planbare Eingriffe zu 100 Prozent – und teilweise sogar darüber – in den Kliniken durchgeführt. Danke an unsere Ärzte und das Pflegeteam, die das ermöglichen“, erklärt der zuständige Landesvize Stephan Pernkopf. Insgesamt werden derzeit noch 105 mit Corona infizierte Personen in den Kliniken behandelt, fünf davon intensivmedizinisch. Zum Vergleich: Ende März lagen noch 684 Landsleute mit einer Infektion im Spital. Rund drei Viertel der verschobenen Eingriffe wurden inzwischen aufgeholt, heißt es. Im Sommer, so die Hoffnung der Ärzte und Pfleger, soll dann endlich wieder Normalbetrieb herrschen.

Neue Mutationen in allen Landesvierteln 
Einen Strich durch die Rechnung all jener, die auf einen sorglosen Sommer hoffen, könnten die Corona-Mutationen BA.4 und BA.5 machen. Die beiden Omikron-Subtypen sind um bis zu zehn Prozent infektiöser als der erste, zum Jahreswechsel dominante Omikron-Urtyp. Laut Studien dürften BA.4 und BA.5 auch den Infektionsschutz jener Personen umgehen, die von einer Erkrankung mit dem Urtyp genesen sind.

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Seit Anfang Mai werden wieder planbare Operationen zu hundert Prozent und teilweise sogar auch darüber durchgeführt. Somit sind wir aktuell wieder auf dem Niveau der Zeit vor der Corona-Pandemie angekommen.

Stephan Pernkopf, für die Krankenhäuser zuständiger Landesvize

44-mal wurden die Varianten bisher nachgewiesen. Am öftesten in den Bezirken Mödling (8), St. Pölten (7) und Korneuburg (5) und Bruck an der Leitha (4). Auch im Waldviertel gibt es erste Fälle.

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