Spiel zum Film

Roboter mit Blechschaden in “Transformers 3”

Spiele
05.07.2011 14:33
Die Welt schien am Ende von "Transformers – Die Rache" wieder einmal gerettet. Doch auf Sam Witwicky und die Autobots rund um Optimus Prime wartet bereits das nächste Abenteuer. Zum Filmstart von "Transfomers 3" darf deshalb natürlich auch das dazu passende Spiel nicht fehlen. Wobei darüber durchaus diskutiert werden kann, entspricht die Handlung doch nicht der des Kinofilms.

Ob dies von Vorteil ist, hängt sicherlich vom persönlichen Geschmack ab. Jedoch ist von einem Spiel zum Film eher doch zu erwarten, dass die Geschichte nochmals interaktiv nachgespielt werden kann. Die Entwickler hatten jedoch anderes im Sinn und siedelten die Handlung als Prequel zum Kinofilm an.

Auf der Suche nach versteckten Decepticons, schlüpft man dabei anfangs in die Rolle von Bumblebee. Auf den ersten Blick fällt die recht gut gelungene grafische Umsetzung auf. Von einem optischen Highlight zu sprechen, ginge dann aber doch zu weit. Immherin: Die Grafik lenkt zumindest für einige Momente von der Steuerung ab. 

Denn nach dem ersten Wechsel vom Roboter zum kraftstrotzenden, gelben Chevrolet Camaro beginnen die Schwierigkeiten. Die Steuerung des Vehikels ist nämlich alles andere als gelungen und selbst nach einiger Übung fährt sich der Wagen noch so, als stünde der Fahrer unter dem Einfluss bewusstseinsverändernder Substanzen. Ein exaktes Manövrieren gelingt nur mit einigen Einschränkungen.

Demnach spricht eigentlich nicht viel dafür, für längere Zeit in der Fahrzeugform zu verweilen. Ein schlagkräftiges Argument gibt es allerdings doch: Die Bewaffnung ist wesentlich effektiver. Da nutzt es auch nichts, dass man als Roboter eine recht verheerende Nahkampfattacke ausführen kann.

Mit Bumblebee geht es schließlich durch eine – vorerst - verlassene Stadt, danach hinauf auf einen Berg zu einer Sendestation, wo die ersten Decepticons bereits warten. Nachdem diese Hürde, die aufgrund des niedrigen Schwierigkeitsgrades eigentlich keine ist, gemeistert wurde, geht es wieder zurück in die Stadt. Auf dem Weg dorthin und auch etwas später in den Straßen und Gassen der Stadt wimmelt es nun nur so vor Decepticons. Glücklicherweise sind in diesem Moment dann auch die anderen Autobots zum ersten Mal zur Stelle.

Nach einem Schauplatzwechsel geht es mit dem Waffenexperten Ironhide weiter, ehe man sich kurz darauf auf Seiten der Decepticons als Starscream in die Lüfte schwingen kann. Dieser Teil erinnert an den Arcade-Klassiker "Afterburner", doch wer hier an Abwechslung denkt, der irrt. Der kurze Abstecher vermag nämlich nicht über das ansonsten eintönige Spielprinzip hinweg zu täuschen. Dazu tragen auch die Levels bei, die nur sehr wenig Bewegungsfreiheit bieten. Und zu guter Letzt sorgt auch der Schwierigkeitsgrad dafür, dass keine spielerische Herausforderung aufkommt. Selbst die Zwischengegner sind recht schnell zu erledigen. Die KI der Gegner ist zwar vorhanden, aber mehr auch nicht, was übrigens auch für den Multiplayer-Modus gilt. 

Fazit: "Transformers 3" überrascht durch eine eigenständige Handlung, die jedoch wenig fesselnd ist und mit der Filmvorlage nichts gemein hat. Die Umsetzung reißt bestimmt niemanden vom Hocker, ist jedoch trotz vieler Schwächen gerade noch als solide zu bezeichnen. Transfomer-Fans werden wahrscheinlich trotzdem besser im Kinosaal aufgehoben sein, wenn Autobots und Decepticons die Klingen miteinander kreuzen.

Plattform: Xbox 360 (getestet), PS3, Wii 
Publisher: Activision
Krone.at- Wertung: 5/10

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