Menge verzehnfacht

Zoll: Massiver Anstieg bei illegalen Arzneiwaren

Österreich
15.05.2022 12:09

Der heimische Zoll hat im ersten Quartal des Jahres einen massiven Anstieg der Aufgriffe von verbotenen oder gefälschten Arzneiwaren verzeichnet. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die Zahl der Fälle von 501 auf 3180. Auch in der Menge zeigt sich die Steigerung dramatisch: Nach Aufgriffen von 25 Kilo verbotener Arzneiwaren in den ersten drei Monaten 2021 waren es heuer im vergleichbaren Zeitraum 279 Kilogramm - ein Anstieg um mehr als das Zehnfache. Ein nicht unwesentlicher Teil: das Entwurmungsmittel Ivermectin.

„Die Quartalsbilanz des Zolls zeigt, wie viel unsere Zöllnerinnen und Zöllner für den Schutz der Gesundheit der Menschen in unserem Land leisten“, kommentierte Finanzminister Magnus Brunner. „Die falschen und gefährlichen Gerüchte, man könne sich mit einem Entwurmungsmittel für Pferde vor Covid-19 schützen oder das Virus bekämpfen, halten sich hartnäckig, obwohl selbst der Hersteller vor einer derartigen Verwendung warnt. Unsere Zollkontrollen schützen vor diesem lebensgefährlichen Medikamentenmissbrauch.“

Starker Anstieg bei illegalem Versand von E-Zigaretten
Vermehrt aufgegriffen wurden auch illegale Tabakwaren: Verzeichnete der Zoll im gesamten vergangenen Jahr 368 Aufgriffe von Tabakwaren, waren es im ersten Quartal dieses Jahres bereits 550 Fälle. Zwar ging die Zahl der geschmuggelten Zigaretten gegenüber der Vergleichsperiode 2021 um etwa die Hälfte zurück, dafür wurden aber unter anderem 2044 Stück illegal versendete E-Zigaretten beschlagnahmt.

Massive Zunahme bei artengeschützten Gegenständen
Ident war indes die Anzahl der Artenschutzmeldungen im ersten Quartal 2022 mit jener des ersten Quartals 2021. Verändert hat sich aber, dass es im Gegensatz zum Vorjahr (von Jänner bis März wurden 74 geschmuggelte Tiere, Chamäleons, gefunden) nur sechs lebende, geschmuggelte Tiere in Form von drei Papageienzuchtpärchen aufgegriffen wurden.

Bei den 28 Aufgriffen von Jänner bis März des heurigen Jahres wurden 1074 artenschutzrelevante Gegenstände beschlagnahmt - im 1. Quartal 2021 waren es 119 Stück. Dabei handelt es sich vor allem um verbotene bzw. angebliche Arzneiwaren, in denen Teile von artengeschützten Tiere und Pflanzen verarbeitet wurden.

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