Es war ein irres Derby in Moosburg - das drei Rückständen nachlief, Oberglan in der 1. Klasse C am Ende mit 4:3 bezwang. Groß im Bild: „Doppelpack“ Chigbogu Onuh. Der 24-jährige Flüchtling hat eine bewegende Geschichte - und vermieste den Geburtstag des Gäste-Trainers.
Ganze 325 Zuschauer (darunter auch Austria Klagenfurts Flo Jaritz) hatten sich in Moosburg eingefunden. Und sie kamen voll auf ihre Kosten. Denn das Derby der 1. Klasse C gegen Oberglan wurde zum Kracher. Die Hausherren holten drei Rückstande auf, ehe Chigbogu Onuh mit seinem zweiten Tor das entscheidende 4:3 köpfte – und nach fünf Pleiten in Folge einmal mehr der große Held war.
Dass der nigerianische Publikumsliebling überhaupt sorglos für Moosburg auf Torejagd (15 Saisontreffer) gehen kann, verdankt er zum einen seinen Ärzten. Denn Onuh spielt – wie Dänen-Star Christian Eriksen – mit einem am Herzen implantierten Defibrillator. „Bei ihm wurde vor Jahren eine Verdickung der Herzwand festgestellt, damals ist er zusammengebrochen. Der Defibrillator wurde im Winter nur sicherheitshalber eingesetzt. Er beeinflusst ihn nicht“, erklärt Obmann Marco Feichter.
Seine Familie war es auch, die Onuh 2015 als Flüchtling unter ihre Fittiche nahm. Feichter: „Mein Vater hat Chigbogus Abschiebung zweimal abgewendet. Nun ist er voll integriert, eine Bereicherung für alle. Er macht gerade Lehre mit Matura.“ Und traf für Moosburg 104 Mal, war maßgeblich am Aufstieg beteiligt, wird auch stets von Liga-Klubs gejagt.
Voll im Fokus ist auch Oberglans Denis Salkanovic. Der linke Mittelfeldspieler schoss seinen ersten „Triplepack“! „Wir wollten heuer in die Top-5, sind enttäuscht“, sagt Chef Manuel Vaschauner. Auch der 43. Geburtstag von Coach Helmut Schimanz war somit verpatzt.








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