Ostern ist ein Fest der Bräuche: Eier bemalen, Nesterl suchen, oder auch das Backen der Osterpinze. Dabei symbolisiert die heute weitverbreitete Version des beliebten vorösterlichen Germgebäcks mit den drei Teilen ursprünglich die drei Tage von Christus im Grab. Im Original wird sie mit der Schere geschnitten - als Ausdruck für das Leid, das Jesus angetan wurde. Ursprünglich kommt das „Gebildebrot“ aus dem italienischen Friaul.
Mit der sogenannten Ostersonne - oder auch Osterrad - wurde einst der Durchbruch des Lebens, das Erwachen des Frühlings symbolisiert, wie Anita Nussmüller aus St. Pölten erklärt. Wichtigstes Merkmal dabei ist ein buntes Ei in der Mitte.
Auch Marianne Bertl hält den Brauch hoch: Sie verdankt ihre Begeisterung für das Pinzebacken ihrer Leidenschaft für den Germteig. Das typische Rezept besteht dabei aus Mehl, Butter, Milch und Wasser sowie Anis und Zitronenzesten. Und das Interesse steigt: „Seit der Pandemie wollen die Leute wieder das Ursprüngliche“, erklärt die ehemalige Seminarbäuerin. Für Bischof Alois Schwarz ist die Segnung der Osterjause etwas Besonderes: „Damit wünschen wir den Menschen eine gesegnete Mahlzeit, die zu neuen Lebenskräften führen soll. Auch das Eierpecken drückt dabei die Freude über das Leben aus.“
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