Als erste Free-to-Play-Spiele sind Segas Action-Game "Spiral Knights", die Online-Rollenspiele "Champions Online: Free for All" und "Forsaken Worlds" sowie "Global Agenda: Free Agent" und der Online-Shooter "Alliance of Valliant Arms" erhältlich, weitere sollen folgen.
Die Spiele sind grundsätzlich kostenlos, wer schneller vorankommen möchte, muss aber echtes Geld gegen virtuelle Währung tauschen und damit hilfreiche Gegenstände und Charakterverbesserungen kaufen.
Geht Valve auf Konfrontationskurs?
Abseits dieser Neuheit wird derzeit mit Spannung die Entwicklung rund um "Crysis 2" und Steam verfolgt - schließlich könnte sich zwischen EA und Valve ein Konflikt der Branchenriesen entwickeln. Nachdem "Crysis 2" aus Steam verschwunden war, wurde spekuliert, EA selbst habe das Spiel zurückgezogen, um es exklusiv über den hauseigenen Origin-Downloadservice zu vermarkten. Wie sich nun herausstellt, hatte EA damit jedoch nichts zu tun.
EA "bedauert" strenge Steam-Regeln
Gegenüber "GameFront" gab EA zu Protokoll: "Es ist bedauernswert, dass Steam 'Crysis 2' von seinem Service entfernt hat. Das war keine Entscheidung von EA oder ein Ergebnis irgendeiner Handlung von EA." Steam habe sehr strenge Regeln, eine neue Vorschrift darin verbiete, ein Spiel auf einer anderen Download-Plattform anzubieten. Da Crytek, die deutschen Entwickler hinter "Crysis 2", jedoch eine Vereinbarung mit einem anderen Download-Service hätten (gemeint ist Origin von EA), sei das Spiel von Steam ausgeschlossen worden.
Ob der Rauswurf jedoch tatsächlich aufgrund der angeblich neuen Steam-Regeln passiert ist, ist unklar - schließlich werden auch zahlreiche andere Titel, die über Steam erhältlich sind, auf anderen Download-Plattformen angeboten. Valve hat diesbezüglich noch keine Stellungnahme abgegeben.
Origin soll beliebter Steam-Plattform Konkurrenz machen
EAs Origin-Plattform ist ein eindeutiger Angriff auf Steam, sie ist ebenso in soziale Netzwerke eingebunden, zeigt Spielerstatistiken und lockt mit exklusiven Zusatzinhalten. Steam liegt derzeit uneinholbar auf Platz eins, Schätzungen zufolge finden 70 Prozent aller legalen Online-Verkäufe von Spielen über die Valve-Plattform statt, über dreißig Millionen aktive Zugänge sind registriert. Die Spieler schätzen den einfachen Download - es werden komplette Spiele heruntergeladen, die nicht mehr langwierig installiert werden müssen wie von der DVD bekannt, sondern lediglich kopiert. Steam dient zudem bei vielen Games als kundenfreundlicherer Kopierschutz. Über 3.300 Spiele werden über Steam verkauft, zudem lockt die Plattform regelmäßig mit Aktionen, bei denen auch aktuelle Spiele zu Tiefstpreisen erstanden werden können.
Konkurrenz blickt neidisch auf Steam-Millionen
Der Nachteil dieser Marktposition ist Steams Macht über Spieleentwickler und -publisher. Kleine Entwickler fühlen sich ausgebeutet, große Publisher überlassen Valve ungern Millioneneinnahmen. Im Jahr 2010 soll Steam laut einer Schätzung des auf digitale Vertriebsplattformen spezialisierten Marktforschers Fade etwa 970 Millionen US-Dollar (686 Millionen Euro) Umsatz gemacht haben. Konkurrenten zu Steam gab es seit dem Start der Plattform im Jahr 2002 einige, das Wasser abgraben konnte dem Service jedoch keiner davon. Ob EA mit Origin mehr Erfolg beschieden ist, bleibt abzuwarten.
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