2000 bäuerliche Betriebe und 380 Produkte stecken hinter der Agrarmarketing Tirol. Abseits reiner Verkaufserlöse wurde nun in einer Studie erhoben, was die Vermarktungsplattform für das Land bringt. Wichtigste Ergebnisse: 38 Millionen Euro für das Bruttoregionalprodukt sowie umgerechnet 420 Vollzeitjobs.
„Beim EU-Beitritt 1995 war die Angst da, dass die Tiroler Landwirtschaft kaputt geht“, blickt Agrar-Landesrat Josef Geisler zurück. Eine der Antworten darauf war die Gründung der Agrarmarketing Tirol – einer für den Konsumenten gut erkennbaren Dachmarke. Mit dem Ziel, sich mit Qualität von globalen Massenproduzenten abzuheben.
Inzwischen haben sich die Produkte mit dem Gütesiegel „Qualität Tirol“ etabliert. Stefan Jenewein von der Gesellschaft für angewandte Wirtschaftsforschung erhob den direkten und indirekten Mehrwert. Wesentliche Kennzahlen:
Jeder investierte Euro kommt siebenfach retour
Fazit von LHStv. Geisler: „Jeder Euro, den wir in die Agrarmarketing investieren, kommt in Form von fiskalischen Rückflüssen gleich siebenfach retour.“ Er betont, dass damit auch regionale Wirtschaftskreisläufe im Land deutlich gestärkt würden.
Blick in die Zukunft: Großgastronomie im Visier
Beim Pressetermin in „Mair’s Beerengarten“ in der Innsbrucker Altstadt sah sich Agrarmarketing-Chef Matthias Pöschl durch die Studie in seinem Weg bestärkt. Der Blick in die Zukunft: „Wir werden noch mehr den Fokus auf die Großgastronomie und Großküchen legen.“
Häufig gehe es dabei um sogenannte Convenience-Produkte – Erzeugnisse, die ohne viele weitere Arbeitsschritte dem Gast serviert werden können (bis hin zum fertigen Apfelstrudel). Auch eine noch bessere Sichtbarkeit in Selbstbedienungsbereichen, Verkostungen oder Rezeptvorschläge gehören zur Strategie.
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