Gänzliche Entwarnung gibt es in Sachen Corona weiterhin noch nicht, der Frühling wirkt sich aber sehr positiv auf den weiteren Pandemieverlauf aus. Wie das Covid-Prognose-Konsortium am Mittwoch erklärte, dürften sich nicht nur die Infektionszahlen bald nahezu halbieren, auch die Spitalsbelastung - die nach wie vor immens ist - scheint stetig zu sinken.
Wurden mit heutigem Mittwoch noch 226 Covid-Patienten auf Intensiv- und 2873 auf Normalstationen gemeldet, liegen die Punktschätzer für nächste Woche bei 183 bzw. 2106. Bei der Sieben-Tage-Inzidenz soll es von aktuell 1431 auf 740 gehen.
Neuinfektionen generell rückläufig
Für den letzten Prognosetag wird demnach eine Sieben-Tage-Inzidenz im Bereich von 590 bis 980 Fällen je 100.000 Einwohner erwartet. Zwar ist die Entwicklung der Neuinfektionen weiterhin in allen Altersgruppen rückläufig, jedoch ist der Höhepunkt bei den älteren Bevölkerungsgruppen mit etwa zwei Wochen Zeitverzug im Vergleich zur übrigen Bevölkerung eingetreten, was den gebremsten Rückgang bei den Krankenhausbelagszahlen erklärt.
Spitäler noch nicht im Normalbetrieb
Konkret rechnen die Experten am kommenden Mittwoch im intensivmedizinischen Bereich (ICU) mit 161 bis 209 Covid-Patientinnen und -Patienten mit Punktschätzer 183. Bei den Normalstationen wird von 1856 bis 2388 nicht lebensbedrohlichen Covid-Fällen mit stationärem Betreuungsbedarf ausgegangen. Der Punktschätzer beträgt 2106.
In zwei Wochen nach Ostern sollen es dann am Mittwoch, dem 20. April, laut Prognose bei den ICU-Patienten 109 bis 165 sein, mit einem Punktschätzer von 134, bei den Normalstationen wird von 1.124 bis 1.794 ausgegangenen. Der Punktschätzer beträgt hier 1.420.
Weniger Tests ließen Positivitätsrate nicht steigen
Zudem wurde festgehalten, dass der Testrückgang in keinem Bundesland einen Anstieg der Positivitätsrate zur Folge hatte, daher könne ausgeschlossen werden, dass die Reduktion der Testungen für den aktuellen Rückgang im gemeldeten Fallgeschehen ursächlich ist. Die prognostizierten Neuinfektionen bewegen sich dann zwischen 7622 und 12547 mit einem Punktschätzer von 9509 Fällen.
Die geringste Inzidenz wird in Tirol (360-590) und die höchste Inzidenz in Wien (770-1300) erwartet. Alle Prognosen wurden jeweils aufgrund des Datenstands vom 5. April erstellt.
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