Tirol gehört beim Breitbandausbau zu den Vorzeige-Bundesländern. Um die flächendeckende Internetversorgung weiter voranzutreiben, stellt der Bund bis zum Ende des Jahres 660 Millionen Euro zur Verfügung, wie Regionenministerin Elisabeth Köstinger am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Rahmen ihrer Dialogtour zur Entwicklung der Regionen verkündete.
Die Dialogtour von Elisabeth Köstinger zur regionalen Entwicklung machte am Dienstag Halt in Tirol. In der HBLFA Rotholz traf sich die Regionenministerin mit Interessierten, Experten und Schülern zu einer Diskussionsrunde. Bei einer Pressekonferenz mit Tirols Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler sprach sie zuvor über Zukunftsprojekte im ländlichen Raum.
Gemeinden bekommen einen Bonus, wenn sie gleich das ganze Gemeindegebiet anschließen.
Regionenministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP)
Als wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung der Regionen sieht die Ministerin den Ausbau des Breitband-Internets. Der Bund fördert diesen bis 2026 mit insgesamt 1,4 Milliarden Euro, noch heuer stehen 660 Millionen Euro zur Verfügung. Die Förderanträge können bis zum Sommer eingereicht werden. Köstinger betonte, wie wichtig der flächendeckende Ausbau sei: „Auch außerhalb der Dorfzentren braucht es Breitband-Anschluss. Gemeinden bekommen daher einen Bonus, wenn sie gleich das ganze Gemeindegebiet anschließen.“
Bauernbundchef Geisler pflichtete ihr bei: „Im Bezug auf Breitband-Internet ist es wichtig, dass sich periphere Regionen genauso entwickeln können wie urbane Räume.“
9000 Hektar für Getreideanbau
Ein zweites großes Thema sei laut der Ministerin die Versorgungssicherheit in Österreich. Lebensmittel seien weiterhin gesichert, man sei in der Produktion jedoch abhängig von fossilen Energieträgern, vor allem von Gas, was zu Preissteigerungen führe. Köstinger erklärte, im Ministerium sei ein Krisenstab eingerichtet worden. Unter anderem gehe es darum, in der EU zusätzliche Flächen für Getreideanbau zu gewinnen. Österreich soll 9000 Hektar Brachflächen stellen.
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