Schlag für Eltern

Experte spricht Leonies Arzt frei: “Tod schicksalhaft”

Oberösterreich
10.06.2011 09:35
Es ist ein furchtbarer Schlag für die Eltern der toten Leonie aus Seewalchen: Das knapp zweijährige Kind war, wie berichtet, vom LKH Vöcklabruck heimgeschickt worden und starb drei Stunden später. Nun sprach der Gerichtsgutachter den Arzt frei. Leonies Tod sei schicksalhaft gewesen. Der Staatsanwalt stellte die Ermittlungen sofort ein.

"Das Gutachten sagt, dass mit dieser Symptomatik zum Zeitpunkt der Begutachtung die Erkrankung nicht erkennbar war", erklärt Christian Hubmer von der Welser Staatsanwaltschaft und führt weiter aus: "Laut der Expertise hätte auch ein Aufenthalt im Spital nichts geändert. Der tragische tödliche Verlauf sei schicksalhaft gewesen. Der Klagenfurter Gutachter sagt ganz klar, dass kein Behandlungsfehler vorliegt."

Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen gegen den Facharzt des LKH Vöcklabruck wegen fahrlässiger Tötung umgehend ein.

Drei Stunden nach Entlassung gestorben
Das Schicksal von Leonie hatte ganz Österreich erschüttert: Das Kind war mit offener Bauchdecke zur Welt gekommen und nach der Geburt operiert worden. Bis zum 24. März gab es keine Probleme, doch dann klagte die Kleine über Bauchschmerzen. Mutter Christina brachte sie ins Vöcklabrucker Krankenhaus, aber Leonie wurde heimgeschickt. Drei Stunden später starb sie. Eine Darmverschlingung hatte zu tödlicher Sepsis geführt.

Ob die Eltern nun ein Gegengutachten in Auftrag geben und einen Fortführungsantrag stellen, ist noch unklar. Das hängt davon ab, ob die Rechtsschutzversicherung die Kosten übernimmt.

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