So, 17. Juni 2018

Dienstrechtsreform

31.05.2011 15:30

Gewerkschaft mahnt Qualität vor Tempo ein

Qualität vor Tempo mahnt die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst bei der Dienstrechtsreform im oberösterreichischen Landesdienst ein. Es werde verhandelt "bis weißer Rauch aufsteigt", so der Landesvorsitzende, Landtagsabgeordneter Peter Czar, am Dienstag. Die geplanten Änderungen sollen nach dem Plan des Personalressorts im Endausbau jährlich bis zu 15 Millionen Euro an Kostendämpfung bringen (siehe Infobox).

Neben Einschnitten bei den Pensionen wird bei den Dienstgeberbeiträgen in der Krankenfürsorge gespart. Zudem sind unter anderem die Abschaffung des bisher arbeitsfreien Karfreitags sowie die Einführung der "echten 40-Stunden-Woche" geplant. Letztere sei beim Start eines Jahresarbeitszeitmodells vor einigen Jahren als Ausgleich dafür, dass Überstunden nun nur mehr in Ausnahmefällen abgegolten werden, eingeführt worden, so Czar. Er lege Wert darauf, dass das nicht bedeute, dass Landesbedienstete eine bezahlte Mittagspause hätten.

Das Paket werde nach wie vor verhandelt, so Czar. Auch wenn Personalreferent LH-Stv. Franz Hiesl - zugleich oberösterreichischer ÖAAB-Obmann - es am Dienstag in Landesregierung einbringen will, "bedeutet das ja nicht, dass es sofort beschlossen wird". Knackpunkte sind für ihn die Arbeitszeitverlängerung, der Wegfall der EDV-Zulage sowie die Sparmaßnahmen bei den Pensionen. Allerdings gebe es "kein Tabu-Thema", betonte er, es gehe darum ein Gesamtpaket zu schnüren.

"Startschusss für breiten Diskussionsprozess"
Die grüne Landtagsabgeordnete Maria Buchmayr sieht mit der Einbringung der Novellierung ebenfalls keinen Endpunkt, sondern "ein Startschuss für einen breiten Diskussionsprozess." Es gebe jetzt eine erste Verhandlungsgrundlage, nun müsse man darauf achten, dass es nicht zu unnötigen Einsparungsmaßnahmen und Ungerechtigkeiten komme. Die oberösterreichische Verwaltung sei bundesweit eine der schlanksten, betonte Buchmayr.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.