„Die Schweine haben lange genug gelitten, wir bitten den neuen Tierschutzminister um Hilfe!“ hieß es am Mittwoch vor dem Landhaus in Bregenz. Gerichtet war dieser Appell an Johannes Rauch, der bekanntlich seit Kurzem Minister ist. Die Aktivisten des Vereins VGT hoffen, dass der für Schweine qualvolle und nach wie vor legale Vollspaltenboden in der Nutztierhaltung bald Geschichte ist.
Für die Aktivisten des VGT (Verein gegen Tierfabriken) ist die Sache klar: Vollspaltenböden haben in der Tierhaltung nichts verloren. Eindrücklich schildern sie das Leid der Vierbeiner: „Millionen Schweine müssen jedes Jahr ausschließlich auf hartem Boden monatelang dahinvegetieren. Der Vollspaltenboden ist mit dicken Ritzen, den Spalten, durchzogen. Darunter sammelt sich über Monate Kot und Urin. Erbärmlicher Gestank zieht sich durch die feinen Nasen der Tiere und schädigt die Lungen.“
Tiere können sich nicht wesensgerecht beschäftigen
Weiche Stroheinstreu, die die Schweine dringend bräuchten, um sich halbwegs wohl zu fühlen, müsse man in Österreich dagegen lange suchen. „Konventionelle Schweinebetriebe haben keine weiche Einstreu und kein ernstzunehmendes Beschäftigungsmaterial für die Tiere“. Nun setzen die Tierschützer ihre Hoffnungen in den neuen Tierschutz-Minister Johannes Rauch.
„Vollspaltenbodenministerin Köstinger“
Seine Vorgänger, die Tierschutzminister Anschober und Mückstein, hätten schon gute Vorarbeit geleistet, jetzt müsse sich Johannes Rauch aber gegen seine Kollegin, die „Vollspaltenbodenministerin“ Elisabeth Köstinger, durchsetzen, heißt es vom VGT. Die klare Forderung: Ein Ende aller Vollspaltenböden gesetzlich vorgeschriebene Stroheinstreu.
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