16.03.2022 08:21 |

Klimafreundlich

Jaguar-Batterien bekommen ein zweites Leben

Jaguar hat mit Pramac, einem globalen Unternehmen des Energiesektors, einen emissionsfreien Energiespeicher entwickelt, der mit ausgedienten Batterien aus dem I-Pace betrieben wird.

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Das mobil einsetzbare System nutzt Lithiumionen-Zellen aus bisherigen Prototypen und Vorserienfahrzeugen. Damit soll überall dort emissionsfreie Energie geliefert werden, wo der Zugang zum öffentlichen Stromnetz eingeschränkt oder nicht vorhanden ist. Es handelt sich um Batterien, deren Kapazität unter das für Elektroautos bindende Niveau von 70 Prozent gefallen sind. Sie können aber weiter im Niedrigenergiebereich eingesetzt werden.

Jaguar selbst hat das Second-Life-System bereits bei den Tests zur Formel-E-Weltmeisterschaft eingesetzt, um die Diagnosegeräte und die Boxengarage mit Strom zu versorgen. Eine Speichereinheit wird außerdem im Jaguar Land Rover Experience Centre in Johannesburg in Südafrika - dem größten der Welt - stehen, um die in Phasen schwankende Stromversorgung aus dem öffentlichen Netz zu unterstützen.

Der leistungsstärkste Speicher (Off Grid Energy Storage System, kurz ESS) von Pramac verfügt über eine Kapazität von bis zu 125 kWh und kann ein normales britisches Einfamilienhaus eine Woche lang mit Strom zu versorgen. Das Unternehmen setzt bis zu 85 Prozent der von Jaguar Land Rover gelieferten Fahrzeugbatterie direkt in der Speichereinheit ein, einschließlich der Module und der Verkabelung. Die restlichen Materialien werden wieder in die Lieferkette zurückgeführt.

Die über Sonnenkollektoren aufgeladene Einheit ist eine in sich geschlossene Lösung. Die für gewerbliche Anwendungen verfügbaren Einheiten sind mit Typ-2-Ladeanschlüssen für Elektrofahrzeuge und einer Leistung von bis zu 22 kW ausgestattet, um so das Laden von Elektrofahrzeugen zu ermöglichen.

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