„Krone“-Kommentar

„Willst du nicht mein Bruder sein, dann …“

Kolumnen
12.03.2022 10:00

„Hier spricht doch jeder Russisch. Warum bombardiert ihr uns?“, schreit eine alte Dame auf der Flucht aus ihrem Dorf in den Himmel. Mehr braucht man zu dem Krieg nicht sagen, der vom Zaun gebrochen worden war, um die russischsprachigen „Brüder“ in der Ukraine vom „nazistischen Völkermord“ zu retten.

Dieser Krieg braucht überhaupt keine Erklärung. Wladimir Putin hat ihn begonnen, weil er die Ukraine einfach nicht mag. Punkt. Er handelt wie die Bolschewiken: „Willst du nicht mein Bruder sein, dann …“

Der Kreml-Herrscher wird die Ukraine vielleicht doch noch durch Gräueltaten gewinnen können, aber niemals mehr die Ukrainer. Die hat er - ob russischsprachig oder nicht - unter unsäglichen Geburtswehen zu einer Nation zusammengeschweißt.

Präsident Zelenskij ist russischsprachig aufgewachsen. Ukrainisch hat er erst gelernt.

Der alte Sowjetführer Nikita Chruschtschow stammte aus der Ukraine. 1954 machte er seiner Heimat anlässlich des 300. Jahrestages der Vereinigung mit dem Zarenreich das wohl verhängnisvollste Geschenk seit jenem an die Trojaner: die Krim. 

Das war ja damals alles sowjetisches Inland gewesen. 1783 hatte Zarin Katharina (geborene deutsche Prinzessin Sophie von Anhalt-Zerbst) die Krim für Russland erobert - das Jahr, in dem die USA die Unabhängigkeit erhielten.

Ja, Russen und Ukrainer sind Brüder. So wie Putin behandelt man Brüder einfach nicht!

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