
Der seit neun Tagen tobende Iran-Krieg zählt mit Kosten von über zwei Milliarden Dollar täglich bereits zu den teuersten Konflikten. Noch nie wurden in so kurzer Zeit so viele und so kostspielige Präzisionswaffen abgefeuert.
Die USA setzen auf Tomahawk-Marschflugkörper, das Stück um zwei Millionen. Doppelt so teuer sind Arrow-Abfangraketen. In der Regel werden zwei davon auf eine iranische Rakete im Wert von rund 200.000 Dollar gelenkt. Bei einem Angriff mit 300 Raketen investiert der Iran 60 Millionen Dollar, während Israel für die Abwehr zumindest eine halbe Milliarde aufbringen muss. US-Flotten verfügen zudem über SM-3-Abfangraketen, deren Preis bis zu 30 Millionen beträgt. Damit wird Verteidigung mitunter hundertmal teurer als Angriff: eine Materialschlacht als Kapitalschlacht.
Die USA und Israel erklären, iranische Raketenanlagen weitgehend ausgeschaltet zu haben. Militärexperten warnen jedoch, Teheran könnte brandgefährliche (atomare) Systeme zurückhalten, bis die Abwehr geschwächt ist – was vor allem für arabische US-Verbündete fatal wäre.
De facto sind die wirtschaftlichen Folgen enorm, sie dürften einen dreistelligen Milliardenbetrag erreichen. Dubai hat als sicherer Hafen ausgedient, und allein die Tourismuseinbußen im Nahen Osten könnten heuer 50 Milliarden Dollar übersteigen. Dazu kommen globale Mehrkosten, die jeder von uns für Energie und Treibstoff zu tragen hat. In diesem Krieg steigen nicht nur die Raketen, sondern auch die Rechnungen.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.