Hohe Investitionen

Streit um die Klagenfurter Stadttankstelle

Kärnten
11.03.2022 07:01

Die günstige Magistratstankstelle wird aktuell gestürmt, am Mittwoch ist dort sogar das Benzin ausgegangen. Nun soll die Anlage, die sich auf einem Gelände der Klagenfurt Mobil GmbH befindet, saniert werden. TK-Bürgermeister Christian Scheider besteht darauf, VP-Stadtrat Max Habenicht ist dagegen...

Gerade in Krisenzeiten sind Stadt- und Landestankstellen wichtig, dort können sich Bürger viel Spritgeld ersparen. Die Tankstelle steht auf einem Grundstück, das der Klagenfurt Mobil GmbH (KMG) gehört. Der Einkaufspreis des Treibstoffes wird von der KMG ohne Aufschlag weitergegeben.

Laut Stadtchef Christian Scheider muss das auch so bleiben. „Die Tankstellen werden seit Jahrzehnten genutzt, jetzt gewinnen sie einen doppelten und dreifachen Wert. Die günstigeren Preise fallen nicht auf das Stadtbudget zurück.“ Auch Mobilitätsreferentin Sandra Wassermann von der FP will die Tankstelle sanieren.

Geteilte Meinungen
VP-Stadtrat Max Habenicht sieht das aber anders. „Ich bin gegen eine Sanierung. Auf den Gründen wird ein Technikzentrum geplant, man müsste die Tankstelle in absehbarer Zeit sowieso schließen. Ich halte nichts davon, das Technikzentrum um diese Tankstelle herum aufzubauen. Viele Pendler zahlen derzeit ein Vermögen für den Sprit. Es gibt aber bessere Wege, ihnen zu helfen.“

Sozialdemokraten zurückhaltend
SP-Stadtvize Philipp Liesnig legt der Stadt in den nächsten Tagen den Finanzabschluss für 2021 vor. „Das wird nicht erfreulich sein. Die Kosten für eine Sanierung der Tankstelle liegen zwischen 300.000 und 1,5 Millionen Euro! Unmittelbar ist sie jetzt nicht nötig. Ich weiß nicht, ob im Budget von der Stadt das Geld für die Sanierung vorhanden sein wird.“

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