So, 16. Dezember 2018

Fairer Prozess?

27.05.2011 09:42

Strauss-Kahn-Anwälte: "Polizei hat undichte Stelle"

Die Anwälte des früheren Chefs des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, haben der New Yorker Polizei vorgeworfen, Medien vertrauliche Informationen zuzuspielen. Durch die Veröffentlichung der Informationen zum Nachteil für Strauss-Kahn könnte das Recht auf einen fairen Prozess gefährdet sein, hieß es in einem am Donnerstag veröffentlichten Brief an die Staatsanwaltschaft von Manhattan. Diese müsse alles tun, um die undichte Stelle sofort zu schließen.

Als Beispiel führten die Anwälte des unter dem Vorwurf der versuchten Vergewaltigung stehenden Franzosen Medienberichte über DNA-Tests an. Zeitungen zufolge stimme Strauss-Kahns DNA-Proben mit Spuren auf der Kleidung seines mutmaßlichen Opfers überein. Der Ex-Banker soll versucht haben, ein Zimmermädchen in seiner Hotelsuite zu vergewaltigen. Er weist die Vorwürfe allerdings zurück.

Pikante Infos übers Zimmermädchen?
Die Anwälte gaben in dem Brief außerdem an, im Besitz von Informationen zu sein, die die Glaubwürdigkeit der 32-Jährigen massiv untergraben könnten. Die Bezirksstaatsanwaltschaft zeigte sich irritiert über die öffentliche Ankündigung vermeintlich neuer Informationen. Der Anwalt der Einwanderin aus Guinea wertete das Schreiben als einen Versuch, seine Mandantin als schlechten Menschen darzustellen.

Der nächste Gerichtstermin ist für den 6. Juni angesetzt. Bei einer Verurteilung drohen dem ehemaligen IWF-Chef nach New Yorker Recht zwischen 15 und 20 Jahren Haft.

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