Für Wörgls rote Bürgermeisterin Hedi Wechner setzte es bei der Wahl ein Debakel. Die Krumschnabel-Liste gewann in Kufstein. In der Festungsstadt gibt es Stichwahlen, ebenso in Wörgl sowie Angerberg, Kramsach und Langkampfen.
Im Bezirk Kufstein blickten viele Augenpaare gespannt auf die Bezirkshauptstadt, am frühen Nachmittag dann vermehrt nach Wörgl, wo kein Stein auf dem anderen bleiben sollte: Für die amtierende Bürgermeisterin Hedi Wechner (SPÖ) setzte es ein Debakel. Nur 19,7% für ihre Liste und mit 21,9% kam sie gerade noch in die Stichwahl. Dort wartet in zwei Wochen der große Sieger von gestern, Michael Riedhart. Er kam mit seiner Liste auf 38% und bei der Direktwahl auf fast 40%. Dass Wechner das Ruder bis 13. März noch herumreißt, glauben selbst treueste Anhänger nicht.
Kufstein: Krumschnabel gegen Obermüller
Wechsel in die Festungsstadt, in der zehn Listen antraten. BM Martin Krumschnabel behielt mit seinen Parteifreien klar die Topposition (30,59%), muss aber in die Stichwahl, wo die Herausforderin Birgit Obermüller (NEOS) heißt. Debakel hingegen für die zerstrittene Volkspartei.
Angath: Sandra Madreiter-Kreuzer (Heimatliste) ist dort die erste Frau Bürgermeister. Auch im Gemeinderat hat sie die Mandatsmehrheit (6 von 11).
Angerberg: Stichwahl um den Bürgermeistersessel, das Duell heißt Walter Osl gegen Johannes Bramböck.
Kirchbichl: Langzeitchef Herbert Rieder (SPÖ) setzte sich knapp gegen Franz Seil durch, im Gemeinderat hat Rieder aber nur mehr sechs von 15 Mandaten.
Kramsach: Stichwahl zwischen Bernhard Zisterer und Andreas Gang.
Langkampfen: Überraschend gibt es auch dort eine Stichwahl zwischen Andreas Ehrenstrasser und Herausforderer Josef Greiderer.
Mariastein: Klare Sache für BM Dieter Martinz und seine Mitstreiter. Die MFG erreichte hier 27,82 Prozent und stellt damit künftig drei Mandate.
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