Blutige Nase geholt

In Burger-Warteschlange vorgedrängt: Messerattacke

Porträt von Gabriela Gödel
Von Gabriela Gödel

Der „Bub“ hatte Hunger, die Mama führte ihn zum Drive-in einer Fastfood-Kette. Doch der Bub ist 34 Jahre alt, Alkoholiker, leidet unter Angstattacken, ist aber auch aggressiv. Als sie auf der Wartespur überholt wurden, rastete er aus - und drohte mit einem Messer!

Er ist nicht unsympathisch, der „Bub“, auch wenn Richterin Olivia-Nina Frigo und Anwalt Christian Lackner lange auf sein Erscheinen im Landesgericht Wien warten mussten. Denn er kam - alkoholisiert und unter Tabletten-Einfluss. Aber er wollte unbedingt seine Scham und seine Entschuldigung ausdrücken. „Es war kein guter Tag“, bringt er unter Schniefen hervor. „Ich hab einem jungen Mann schreckliche Angst eingejagt, und das tut mir extrem leid.“

„Das war seine Notwehr“
„Peinlicherweise cool“ hätte er sein Verhalten und auch das Mitführen eines Karambit-Messers gefunden. Mit dem er auf den Kontrahenten in der Warteschlange auf den königlichen Burger losging, weil sich dieser angeblich vorgedrängt hätte. Es kam zu einer Rangelei, bei der der „Bub“ auch eine gebrochene Nase kassierte. „Aber das war seine Notwehr“, erkennt der Angeklagte unverblümt an.

Nach Entschuldigungen beim Opfer will er nur eines: „Eine stationäre Therapie, damit so was nie nie wieder passiert.“ Die Weisung dazu bekommt er und dazu sechs Monate bedingt.

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