The Art of Solo

Vielfalt an Weltmusik im Frühjahr in Kufstein

Tirol
18.02.2022 12:09

Der Kufsteiner Kulturverein „Klangfarben“ holt 13 hochkarätige Solo-Musiker in das Kultur Quartier der Festungsstadt. Das Festival „The Art of Solo“, welches wegen Corona schon einmal verschoben werden musste, bietet Weltmusik in Reinkultur.

Musik-Großveranstaltungen, die eher der „leichten Muse“ entsprechen, prägen fast schon traditionell außerhalb der Pandemie die warme Jahreszeit des Kufsteiner Kulturkalenders. Umso spannender wird daher der 29. und 30. April, wenn das Musik-Festival „The Art of Solo“, das vom Kulturverein „Klangfarben“ gemeinsam mit mehreren unterstützenden Sponsoren durchgeführt wird, seine Premiere – entgegen dem herkömmlich Bekannten und Gewohnten – feiert.

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Solo und ohne Unterstützung einer Band aufzutreten ist eigentlich die Königsdisziplin der Livemusik. Es bedeutet ohne Fallschirm zu musizieren.

Michael Litzko, Obmann Verein „Klangfarben“

Bunte und vielfältige Weltmusik
14 teilweise hochkarätige Solo-Musikschaffende wie Ivan Tkalenko, Anneke Van Giersbergen, Fågelle, Adam Ben Ezra, Stefania Alos Pedretti und Marcin aus der Ukraine, Schweden, Israel, den Niederlanden, Polen und den Vereinigten Saaten, aber auch aus heimischen Gefilden (Sophie Abraham, Tobias Ennemoser, Anja Thaler, Markus Schlesinger, Carina Linder, Christian Bakanic, Marie Spaemann), bieten andere, ungewöhnliche und nicht alltägliche Klangerlebnisse. Das im Vergleich zu anderen Musik-Veranstaltungen der Festungsstadt äußerst schlanke Budget von 32.000 Euro konnte der Kulturverein „Klangfarben“ durch Sponsoren aufbringen.

Laut „Klangfarben“-Kassier Harald Steger fließen davon rund 60 Prozent in die Gagen der Musiker, der Rest ist für deren Unterbringung reserviert.

Jamie Saft eröffnet Festival auf der Heldenorgel
Da aber Mitglieder des Kulturvereins seit Jahren zu vielen der engagierten Künstler persönliche Freundschaften pflegen und einige von ihnen schon in Kufstein Konzerte gaben, konnten Größen wie der aus New York stammende bekannte Jazzmusiker Jamie Saft wieder einmal für einen Auftritt in Kufstein gewonnen werden. Jamie Saft bot, wie berichtet, fast auf den Tag genau vor drei Jahren ein kulturelles Highlight. Der weltbekannte US-Pianist und Keyboarder wagte sich mit viel Demut und Respekt an die weltgrößte Freiluftorgel, die Heldenorgel, und bespielte diese mit noch nie dagewesenen Klängen. Rund dreißig Minuten Improvisation, in drei chronologisch aufgebauten Stücken, dauerte sein Spiel. Getragen wurde das geniale Stück durch bekannte Passagen von Bach, Händel, Mozart und Bruckner. Am Freitag, dem 29. April, wird Jamie Saft nach den Eröffnungsreden ab 17 Uhr anlässlich der Festival-Eröffnung wieder auf der Heldenorgel spielen.

Äußerst moderat wurden die Ticketpreise für das in Österreich einzigartige Festival mit nationalen und internationalen Soloperformances gestaltet: Beide Tage kosten im Vorverkauf 80 Euro, ein Tag 45 Euro und einzelne Konzerttickets sind jeweils ab zehn Euro erhältlich.

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