Gefälschte Impfpässe, Test- und Genesungszertifikate, dubiose Bestätigungen für Maskenbefreiungen: Derartige Betrügereien boomen in Zeiten der Pandemie. Allein in Tirol wurden seit Anfang des Vorjahres fast 70 Fälle aufgedeckt. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein. Die Polizei warnt: „Das ist kein Kavaliersdelikt!“
Fake-Zertifikate werden im Internet oder Darknet bestellt, andere verfälschen echte Dokumente oder schicken Angehörige oder Freunde in ihrem Namen in die Screeningstraße zum Coronatest. All das ist auch in Tirol keine Seltenheit mehr.
Bis zu drei Jahre Haft drohen
„Seit Beginn 2021 deckte die Polizei in Tirol bisher 69 Fälle von gefälschten Covid19-Zertifikaten aller Art auf“, berichtete die Exekutive. Durch diese Taten könne eine ganze Reihe von Delikten, wie etwa Urkundenfälschung, Datenfälschung, Fälschung eines Beweismittels, mit einer Strafdrohung von bis zu einem Jahr Haft verwirklicht werden.
Eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren droht, wenn sich zum Beispiel eine positiv getestete Person mithilfe eines gefälschten Zertifikates in einem Restaurant aufhält (Vorsätzliche Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten).
Echtheitsüberprüfung durch Polizei
Die Exekutive warnt: „Bei jeder polizeilichen Kontrolle ist damit zu rechnen, dass die vorgewiesenen Zertifikate einer Echtheitsüberprüfung unterzogen werden. Es wird eindringlich darauf hingewiesen, dass das Fälschen bzw. die Verfälschung von Impf- oder Testnachweisen und die Verwendung von falschen Zertifikaten keine Kavaliersdelikte sind, sondern Straftaten nach dem Strafgesetzbuch darstellen und von der Polizei ausnahmslos an die Staatsanwaltschaft angezeigt werden.“
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