43 Ärzte und zwölf Apotheken sind in das System der E-Medikation eingebunden. "In Tirol machen deutlich mehr Ärzte und Apotheker mit als in den anderen Pilotregionen in Wien und Oberösterreich. Das zeigt, dass wir vom Nutzen der E-Medikation für den Patienten überzeugt sind", demonstrieren Edgar Wutscher (2. von links) als Vertreter der Ärztekammer und Apothekerkammer-Präsident Martin Hochstöger (2. von rechts) Einigkeit, auch wenn ein paar Kollegen das neue System noch nicht übernommen haben.
Bei den Patienten müssen Ärzte und Apotheker derzeit noch viel Überzeugungsarbeit leisten. "Die Frage der Datensicherheit wird häufig gestellt", weiß Hochstöger. Gesundheits-LR Bernhard Tilg (ÖVP/rechts im Bild) versucht zu beruhigen: "Die E-Medikation ist so sicher wie das E-Card-System selbst. Die strenge Datenschutzkommission hat es geprüft und für gut befunden."
Mit E-Medikation Wechselwirkungen verhindern
Noch ist die Zahl der teilnehmenden Patienten nicht so hoch. Tilg und TGKK-Obmann Michael Huber (links im Bild) hoffen, dass sich noch viele Oberländer und Außerferner vom Nutzen der E-Medikation überzeugen lassen. "Wechselwirkungen von Arzneimitteln treten öfter auf als man denkt. Mit der E-Medikation kann das verhindert werden", so Huber.
Ab Mitte des Jahres werden Patienten, Ärzte und Apotheker zu ihren Erfahrungen mit der E-Medikation befragt. 2012 soll sie österreichweit eingeführt werden. Fernziel ist die elektronische Gesundheitsakte, in der künftig alle Patientendaten erfasst werden sollen.
von Claudia Thurner, Tiroler Krone
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