Mo, 23. Juli 2018

Leichen-Abladeplatz

11.05.2011 14:25

Nicht einer, sondern vier Mörder hinter Leichenfunden in NY

Nahezu einen Monat beschäftigen sich Ermittler nun schon mit dem mysteriösen Fund mehrerer Leichen und Überreste auf der New Yorker Insel Long Island. Neuesten Erkenntnissen zufolge und entgegen ersten Annahmen dürfte doch kein Serienmörder am Werk sein. Wie die US-Justiz am Dienstag mitteilte, sollen bis zu vier voneinander unabhängig handelnde Täter für die Morde verantwortlich sein.

"Mittlerweile ist deutlich geworden, dass die Gegend um Gilgo Beach für einige Zeit als Ablageplatz für sterbliche Überreste genutzt wurde", sagte Bezirksanwalt Thomas Spota. "So geschmackslos und beunruhigend dies auch ist, so gibt es keinen Beweis, dass alle Leichen das Werk eines Mörders sind."

Immerhin können die Anwohner und Besucher der noblen Gegend wieder aufatmen, die Vorstellung, dass ein Serienmörder in der beliebten Feriengegend sein Unwesen treibe, hatte in der Strandgemeinden an der Atlantikküste für Angst und Schrecken gesorgt.

Leichen bei Suche nach Prostituierten entdeckt
Bei der Suche nach einer vermissten Prostituierten hatten die Ermittler seit Dezember entlang eines abgelegenen Strandabschnitts auf Long Island nach und nach Leichenteile gefunden. Wie die Justiz erklärte, konnten vier Leichen verschwundenen Prostituierten zugeordnet werden, die ihre Dienste über die Internetseite "Craigslist" angeboten hatten. Außerdem seien Köpfe und Hände von zwei weiteren Frauen gefunden worden.

Auch eine von ihnen wurde den Angaben zufolge als Prostituierte identifiziert, einige ihrer Körperteile waren zuvor in einer anderen Gegend im Bundesstaat New York entdeckt worden. Bezirksanwalt Spota sagte dazu, der Mörder sei "außergewöhnliche Wege" gefahren, um seine Spuren zu verwischen.

Andere Leichenfunde könnten dagegen nicht dem Prostituierten-Killer zugeschrieben werden, sagte Spota. So hätten die Suchmannschaften die sterblichen Überreste eines weiblichen Kleinkindes und eines asiatisch aussehenden Mannes entdeckt. Zwei weitere Leichen seien noch nicht identifiziert. Selbst das Schicksal der Prostituierten Shannon Gilbert, deren Verschwinden am Anfang der Fahndung stand, ist den Angaben zufolge weiter ungeklärt.

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