Radmuffel

Hohe Spritpreise – Landsleute steigen kaum aufs Rad um

Oberösterreich
08.05.2011 18:12
Traurig, aber wahr! Wenn's um das Radlfahren geht, sind Herr und Frau Oberösterreicher sehr bequem. Nur jeder Vierte von ihnen erledigt seine Einkaufsfahrten mit einem umweltfreundlichen und sparsamen Drahtesel. Das ergab eine aktuelle Untersuchung des Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Das einzige Tröstende: Allein in Wien gibt's noch mehr Rad-Ignoranten!

"Jo, mir san mit'n Radl do!" – Nein, dieser weitverbreitete Slogan trifft nicht auf unser Bundesland zu. Schließlich belegen wir bei der VCÖ-Hitliste übers Shoppen per Rad nur den traurigen vorletzten Platz.

"Dabei würden so die eigene Geldbörse und die Umwelt geschont und die Nahversorgung gestärkt werden", wundert sich VCÖ-Experte Martin Blum, dass ob der horrenden Spritpreise nicht mehr Landsleute auf das Zweirad umsteigen.

Interessant auch, dass laut Analyse sowohl die Entfernung als auch die Einkaufsmenge nur selten als Hindernis empfunden werden. Schließlich wiegt jeder zweite Einkauf weniger als fünf Kilo und 80 Prozent der Fahrten mit dem Auto sind kürzer als fünf Kilometer.

Zudem sei der CO2-Rucksack beim Pkw sehr groß: Gerade bei kurzen Einkaufsfahrten ist der Spritverbrauch extrem hoch. Blum: "Auf dem ersten Kilometer verbraucht ein Auto etwa viermal so viel Sprit wie im Durchschnitt."

Kronen Zeitung

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