Spektakuläre Wende

NÖ: Vergewaltigung in Gablitz war frei erfunden

Niederösterreich
20.01.2022 10:16

Wende im Fall einer mutmaßlichen Vergewaltigung im Dezember des Vorjahres im niederösterreichischen Gablitz: Wie sich im Zuge der Polizeiermittlungen nun herausstellte, hatte das vermeintliche Opfer die Tat und den Vergewaltiger frei erfunden. Die 25-Jährige gestand in einer Befragung. Das Motiv dürfte in der On-off-Beziehung mit ihrem Ex-Freund zu suchen sein.

Die Frau hatte in früheren Befragungen angegeben, am 22. Dezember von einem Mann, den sie online über ein Fake-Facebook-Profil kennengelernt und einmal getroffen hatte, in der eigenen Wohnung vergewaltigt worden zu sein. Er habe ihr aufgelauert, sie in die Wohnung gedrängt, sich dann an ihr vergangen und hätte danach die Flucht ergriffen. 

Das vermeintliche Opfer erstattete Anzeige bei der Polizei, ein Phantombild wurde erstellt. In der Folge gingen zahlreiche Hinweise auf Personen ein, die eine Ähnlichkeit mit dem Gesuchten aufwiesen. Doch auf keinem der Lichtbilder, die dem Opfer vorgelegt wurden, konnte es den Mann identifizieren.

„Zur Gänze erfunden“
Es kamen Zweifel bei den Ermittlern auf, sie stellten weitere Ermittlungen an - im Zuge derer sich herausstellte, dass das vermeintliche Opfer das Fake-Facebook-Profil des angeblichen Täters selbst registriert hatte. In der neuerlichen Befragung knickte die Verdächtige ein und gab zu, den unbekannten Täter „zur Gänze erfunden“ zu haben.

„Die Beschuldigte wird wegen des Verdachts der Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung sowie wegen falscher Beweisaussage der Staatsanwaltschaft St. Pölten angezeigt“, heißt es seitens der Landespolizeidirektion Niederösterreich. „Die von der Beschuldigten vorgetäuschte Straftat führte zu einer hohen Verunsicherung innerhalb der Bevölkerung von Gablitz“, wurde betont.

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