Mi, 15. August 2018

Ring zerschlagen

03.05.2011 15:32

Polizisten für engagierten "I-Pod"-Einsatz geehrt

Im Herbst 2009 wurde Österreich mit einem neuen Kriminalitätsmuster konfrontiert. Wie berichtet, stahlen Profi-Gauner Autos und nützten sie als Rammbock, um in Elektromärkte einzubrechen. Auch in Tirol gab es Tatorte. Die Polizei gründete die Arbeitsgruppe "I-Pod", die schließlich zur Zerschlagung des litauischen Gangsterrings führte. Tiroler Beamte wurden nun dafür geehrt.

Nachdem in Wörgl und Schwaz der Coup gelungen war, führten Ermittlungen zu einer international agierenden Tätergruppe aus Litauen. Die Mitglieder stahlen Autos und fuhren dann mit relativ hoher Geschwindigkeit gegen die Eingangstüren der Elektromärkte. In 60 bis 90 Sekunden packten sie ein, was sie nehmen konnten und verschwanden.

Im November 2009 konnte einer der Gruppe nach einer wilden Verfolgungsjagd in Jenbach gestellt werden. Dabei wurde bekannt, dass er gemeinsam mit fünf weiteren Litauern versucht hatte, auch in den Innsbrucker Mediamarkt einzubrechen. Aufgrund des großen Ermittlungsumfanges wurde dann die Arbeitsgruppe "I-Pod" gegründet, die schließlich die Tätergruppe zerschlagen konnte.

35 Verdächtige ausgeforscht
In internationaler Zusammenarbeit konnten 35 Verdächtige ausgeforscht werden. Sie hatten in mehreren Ländern einen Schaden von rund 2,5 Millionen Euro verursacht. Einige wurden bereits zu langen Haftstrafen verurteilt. An den Ermittlungen, aber auch an Hausdurchsuchungen und Festnahmen in Litauen, waren auch Tiroler Beamte beteiligt.

Tirols Vize-Polizeikommandant Norbert Zobl überreichte nun im Auftrag des Bundeskriminalamtes Anerkennungsdekrete an die engagierten Mitglieder der erfolgreichen Tiroler Polizei-Arbeitsgruppe.

Tiroler Krone

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