Streit im Drogenmilieu

Berufsgauner ist noch immer auf der Flucht

Es erinnert viel mehr an einen Action-Blockbuster aus Hollywood, ist aber genau so in einer Wohnsiedlung in Braunau passiert: Zwei Drogenbarone verabredeten sich zu einer Schlägerei. Als Unterstützung nahmen sie jeweils ihren Bruder und jede Menge Waffen mit. Der Haupttäter ist flüchtig.

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Die brutale Auseinandersetzung spielte sich am Mittwochnachmittag ab – wir berichteten. Doch schon zuvor war es zwischen den beiden Drogenbaronen zu einem Streit gekommen. In der Nacht auf Mittwoch gerieten der 25-jährige Serbe aus Deutschland und sein Abnehmer (28) aus Braunau wegen Schulden aneinander. Am Mittwoch folgten dann zahlreiche Drohungen und ein Treffen zur „Klärung“ in Braunau.

Baseballschläger und Messer
Beide Ganoven nahmen zur Unterstützung jeweils ihren Bruder mit. Die Österreicher mit irakischen Wurzeln waren mit einer Schreckschusspistole und einem Baseballschläger bewaffnet. Die serbischen Deutschen hatten Messer dabei. Als der Serbe seinen Abnehmer mit der Waffe am Gehsteig sah, steuerte er gezielt auf diesen zu, erfasste ihn und schleifte ihn mehrere Meter mit. Als das Auto in der Wiese zum Stillstand kam, schlugen die Österreicher die Seitenscheibe ein, zogen die beiden heraus, schlugen und traten auf sie ein. Die Zwillinge aus Simbach und Burghausen blieben verletzt liegen.

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Das schwerste der Delikte lautet bei den Beteiligten, auf absichtlich schwere Körperverletzung. Da gibt es ein bis zehn Jahre Haft.

Alois Ebner, Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis

Bis vor einem Jahr gesessen
Der 28-jähriger Braunauer und sein 25-jähriger Bruder aus Burgkirchen flüchteten. Der Haupttäter – der angefahrene 28-Jährige – ist nach wie vor auf der Flucht. „Der Mann ist uns seit Jahren bekannt und zahlreich vorbestraft. Im Jänner vergangenen Jahres kam er aus dem Gefängnis“, sagt Alois Ebner von der Staatsanwaltschaft Ried. Sein Bruder wurde geschnappt und auf freiem Fuß angezeigt – auch er hat bereits drei Vorstrafen. Der Serbe, der das Auto gefahren hat, ist in Österreich noch nicht auffällig geworden, aber in Deutschland einschlägig vorbestraft – er wurde festgenommen.

In der Waschtrommel des Braunauers wurden Marihuana, Kokain, Methamphetamin und zehn gefälschte Impfpässe gefunden.

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