Wiener Studie zeigt:

Mini-Atomreaktoren: Teurer und ebenfalls riskant

Smarte Mini-AKWs sind die neuen Hoffnungsträger der Nuklearindustrie. Mit SMR-Reaktoren (Small Modular Reactors) versucht die Atomlobby im Windschatten der absurden EU-Taxonomie („Kernkraft ist ökologisch“), die Renaissance der Hochrisiko-Technologie einzuläuten. Tatsächlich beruht diese Idee auf falschen und vor allem brandgefährlichen Versprechungen.

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Um diese Fake News zu enttarnen, hat Wiens Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) eine Studie des Forums Wissenschaft & Umwelt gefördert. Studienleiter Reinhold Christian bringt das Ergebnis auf den Punkt: „Die meisten dieser SMR-AKW existieren nur auf dem Papier. Lediglich in Russland sind zwei Mini-Reaktoren in Betrieb.“

Und die angestrebten Wettbewerbsvorteile - Serienproduktion, Modularisierung, Vereinfachung und Standardisierung, kürzere Bau- sowie geringere Investitionskosten - seien nicht nachzuweisen und nicht seriös zu quantifizieren.

„Über Jahrtausende gefährlich“
Zudem müssten substanzielle Abstriche bei der sicherheitstechnischen Ausstattung gemacht werden. „Wer Nuklearenergie unterstützt, tritt dafür ein, Steuergelder in eine äußerst kostspielige, begrenzt verfügbare, nicht nachhaltige, nicht emissionsfreie, aber über Jahrtausende gefährliche und belastende Energieform zu investieren“, warnt auch Wiens Umweltanwältin Andrea Schnattinger.

Christoph Matzl
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Mark Perry
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