Eric Frenzel, Bundestrainer der deutschen Kombinierer und selbst ehemaliger Olympia-Athlet, kann den Ärger seiner Landsfrauen verstehen. „Da fühlt man sich wie der letzte Macho“, kommentierte der 37-Jährigem das Ausbleiben der Damen-Bewerbe bei den Olympischen Spielen.
Während Vinzenz Geiger und Co. in Predazzo auf Medaillenjagd gehen, müssen die Kombiniererinnen zu Hause bleiben. Die Sportart, so die offizielle Begründung, sei zu jung, um sie ins Olympia-Programm aufzunehmen.
„Im 21. Jahrhundert die Frauen auszuschließen, ist einfach ein No-Go“, ärgerte sich etwa Gesamtweltcupsiegerin Nathalie Armbruster. Auch bei den Herren sorgte die Entscheidung für großes Unverständnis, neben Frenzel äußerte auch Johannes Rydzek scharfe Kritik. „Wir sind ein Team, das im Weltcup umherreist. Während wir jetzt auf die Bühne dürfen, sind sie nicht dabei – das tut schon weh. Ich hoffe und kämpfe dafür, dass sich das bei den nächsten Spielen ändert“, so der 34-Jährige.
„Wäre eine Katastrophe“
DSV-Sportdirektor Horst Hüttel warnt indes: „Die Zukunft dieser Sportart steht auf dem Spiel. Es kann nur heißen: Entweder die Frauen kommen rein, oder die Herren fliegen raus. Für uns wäre es eine Katastrophe, wenn die Disziplin gestrichen wird.“
Für die Kombinierer geht es heute auf die Normalschanze und anschließend über zehn Kilometer auf die Loipe. Neben Johannes Lamparter kämpfen Stefan und Thomas Rettenegger um Edelmetall.
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