Über 4017 Tage (oder elf Jahre) stand er 378-mal an der Seitenlinie: Thomas Silberberger ist unangefochtener WSG-Rekordtrainer. Vor bald zwei Jahren wechselte der 52-Jährige zu Zweitligist Admira – seinen Herzensverein hat er aber nie aus den Augen gelassen. „Silbi“ über seinen Nachfolger, die Heimstätte und was er im Osten alles vermisst.
„Krone“: Thomas, wie sehr bist du noch im grün-weißen Bilde?
Thomas Silberberger: Ich habe dort viel erreicht (Aufstieg Bundesliga, Meister Regionalliga; Anm.), natürlich auch einige Freundschaften hinterlassen, allen voran mit Sportchef Stefan Köck. Wir telefonieren immer noch einmal die Woche miteinander.
Philipp Semlic ist dein Nachfolger, wie schlägt sich der „Erbe“?
Er hat das vom ersten Tag an überragend gemacht, ist ein akribischer Arbeiter, von dem her gleichen wir uns extrem. Er ist natürlich ein junger Trainer, aber das ist schon ein stimmiges Konzept. Das Umfeld dort macht es dir aber auch einfach.
Was meinst du damit?
Die Rückendeckung von der sportlichen Führung und vom Präsidium ist bei der WSG nicht irgendeine Floskel, das wird gelebt.
Du hast Kapitän Valentino Müller damals vom LASK nach Tirol geholt
Ja, in Linz kam er nur mehr bei den Amateuren zum Zug. Wir haben etwas in ihm gesehen, ihm sofort Verantwortung übertragen. Er wird heuer mit seiner Routine und Spielstärke im Abstiegskampf wieder extrem wichtig sein. Mittlerweile ist er auch als Torschütze sehr wertvoll.
Wieso bei dir noch nicht?
Vier seiner acht Treffer bisher waren vom Punkt. Zu Zeiten von Torschützenkönig Giacomo Vrioni hat Valentino den Strafraum bei Elfmeter nicht einmal betreten dürfen. (lacht)
Apropos „betreten dürfen“. Die Baustelle für den Stadionumbau steht ante portas.
Das ist auch alternativlos. Irgendwann wird Wacker Innsbruck in die Bundesliga zurückkehren. Das ist dann in Tirol schwierig, sich das Stadion zu teilen. Außerdem, als wir zu meiner Zeit die Meistertitel gefeiert haben, war das auch wegen der überragenden Heimbilanz im Gernot-Langes-Stadion. Das wird in der Bundesliga mit vollem Haus nicht anders sein. Dann kann man diese vier, fünf Punkte, die jetzt im Tivoli versanden, auch noch mitnehmen.
Deine Heimat hast du vor fast zwei Jahren verlassen, was fehlt dir am meisten?
Natürlich die Familie. Ich fahre auch gern nach Hause und dann für zwei, drei Tage in die Berge. In letzter Zeit, fehlt mir die Sonne am meisten. In Tirol hatten sie einen Tag keine Sonne, wir hatten in Wien einen Tag Sonne. (lacht)
Mit der Admira kämpfst du in der zweiten Liga in der Rückrunde um den Aufstieg, wie schon im Vorjahr.
Über die ganze Saison gesehen haben wir letztes Jahr überperformt, dem einzigen Konkurrenten Ried Paroli geboten. Heuer ist die Situation anders: Der Kader ist ausgeglichener und unsere Siege überzeugender. Ob wir auch die Meisterschaft trocken zu Ende spielen können, wird man im Frühjahr sehen.
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