EU-Pläne durchkreuzen

Pernkopf: „Keine Ersparnisse für atomaren Strom!“

Niederösterreich
14.01.2022 10:15

Niederösterreich will jetzt den Brüsseler Plan, Atomstrom als grün einzustufen, durchkreuzen - und zwar mit einer Selbstverpflichtung aller Banken, Versicherungen sowie Finanzinstitute, dass in ihren Portfolios und Anlage-Instrumenten kein Nuklear-Investment versteckt sind. Landesvize Stephan Pernkopf: „Das Geld der Sparer darf nur ökologisch sauber angelegt werden.“

„Wenn die Niederösterreicher ihr Erspartes auf die Bank tragen, darf dieses Geld dann nicht in tschechische Atomkraftwerke fließen und dort angelegt werden. Die heimischen Banken sind aufgerufen, keine ausländischen Meiler zu finanzieren“, präzisiert Pernkopf, der eine starke Öko-Front hinter sich hat. Denn mehr als 100.000 Landsleute hatten gegen den Ausbau des Meilers Dukovany und gegen tschechische Atommüll-Lager an unseren Grenzen unterschrieben.

Niederösterreich als Öko-Vorreiter
Der Öko-Politiker wettert deshalb auch unmissverständlich gen Brüssel: „Wir wollen und brauchen keine pseudogrün ummantelten AKWs in Europa, wie Brüssel das gerade durchwinken will. Denn nukleare Energie ist weder sicher noch sauber und schon gar nicht nachhaltig!“ Bekanntlich deckt Niederösterreich seit 2015 den gesamten Strombedarf aus erneuerbaren Quellen und ist damit EU-weit Vorreiter: „Brüssel sollte sich lieber an uns ein Vorbild nehmen, als der Atomkraft so perfide die Türen zu öffnen.“

Zitat Icon

Ich verurteile die Pläne, der Atomenergie einfach ein grünes Mascherl zu verpassen, und Investments in die AKWs scharf.

Niederösterreichs Umweltlandesrat Stephan Pernkopf

Seinen Banken-Selbstbeschränkungsplan hat der Politiker auch hinter den Kulissen schon abgetestet, und eine konkrete große österreichische Bank hat ihre klare Bereitschaft sofort signalisiert. Es soll sich dabei um die ÖVP-nahe Raiffeisenbank handeln ...

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