Low-Carb, Low-Fat oder vegetarische Kost - Ernährungsempfehlungen für Betroffene mit Diabetes Typ 2 wurden „runderneuert“. Strenge Verbote bestimmter Nährstoffe sind nicht mehr angesagt, es wird immer mehr auf Individualität gesetzt.
Wer adipös ist, noch nicht sehr lange an Diabetes leidet und 15 Kilogramm seines Gewichts reduziert, kann seinen Zuckerstoffwechsel stark normalisieren und sogar zeitweise ohne Medikamente auskommen. Das ist eine zentrale Aussage in den aktualisierten Praxisempfehlungen der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) zur Ernährung von Zuckerkranken, wie am „Deutschen Gesundheitsportal“ berichet.
Genaue Verzehrvorgaben für einzelne Mikronährstoffe wie Kohlenhydrate, Fett und Eiweiß entfallen; auch die Maßgabe, bei eingeschränkter Nierenfunktion weniger Eiweiß zu essen, ist überholt. „Die Empfehlungen zur Gewichtsreduktion und Ernährungsweise bei Diabetes Typ 2 sind insgesamt unkomplizierter“, freut sich DDG Präsident Prof. Dr. med. Andreas Neu.
„Wir haben zum Bespiel sehr gute Effekte für Low-Carb gefunden, eine kohlenhydratarme Ernährungsform“, erklärt Professor Dr. med. Diana Rubin, Vorsitzende des Ausschusses Ernährung der DDG.
Low-Fat-Diäten seien zumindest mittelfristig in der Wirkung ebenbürtig. „Soll keine bestimmte Diät eingesetzt werden, so sind für das Diabetesmanagement mediterrane, vegetarische oder vegane Ernährungsmuster gleichermaßen geeignet“, empfiehlt Prof. Rubin. „Auch Intervallfasten könne unter ärztlicher Überwachung zur Gewichtsreduktion eingesetzt werden. Entscheidend ist, dass die Abnehmstrategie zur übergewichtigen Person passt und nachhaltig im Alltag umgesetzt werden kann.“ Beraten Sie sich mit Ihrem behandelden Arzt!
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