Geheime Unterlagen

Was beim Putschversuch in Spanien wirklich geschah

Außenpolitik
23.02.2026 12:59
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der 23. Februar 1981 ging als der Tag in die Geschichte Spaniens ein, an dem die junge Demokratie auf dem Spiel stand. Bisher wurden die Unterlagen zu dem Putschversuch geheim gehalten, jetzt sollen sie veröffentlicht werden.

Spanien will die bisher geheimen Unterlagen zum Putschversuch vom 23. Februar 1981 der Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Dokumente würden am Dienstag vom Ministerrat freigegeben, teilte die linksgerichtete Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez am 45. Jahrestag des Angriffs auf die demokratischen Institutionen mit. Damit werde man „eine historische Schuld begleichen“, betonte der Regierungschef.

Ab Mittwoch einsehbar
Die geheimen Unterlagen zum sogenannten „23-F“ sollen ab Mittwoch nach Veröffentlichung im Amtsblatt auf der Webseite der Regierung einsehbar sein. „Die Erinnerung darf nicht unter Verschluss bleiben“, schrieb Sánchez auf der Plattform X. „Demokratien müssen ihre Vergangenheit kennen, um eine freiere Zukunft zu gestalten. Danke an alle, die den Weg geebnet haben.“

Putschversuch ging in die Geschichte ein
Nur gut fünf Jahre nach dem Tod von Diktator Francisco Franco hatte der Umsturzversuch die noch junge spanische Demokratie damals auf eine harte Probe gestellt. 200 Mann der paramilitärischen Polizeieinheit Guardia Civil unter Führung von Oberstleutnant Antonio Tejero stürmten am Abend des 23. Februar das Parlament in Madrid. Die Abgeordneten wurden während der Sitzung zur Wahl eines neuen Regierungschefs als Geiseln genommen. Es fielen Schüsse, aber niemand wurde verletzt. Militäreinheiten besetzten zudem die Stadt Valencia.

König rettete die junge spanische Demokratie
Das entschlossene Auftreten des damaligen Königs Juan Carlos I, der nur wenige Stunden nach der Besetzung des Congreso de los Diputados in einer nächtlichen Fernsehansprache energisch für die Einhaltung der verfassungsmäßigen Ordnung eintrat, nahm den Putschisten den Wind aus den Segeln. Die aufständischen Kräfte gaben bereits am Mittag des 24. Februar auf.

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