Rotföhre im Aufwind

Der Baum des Jahres hält sehr viel Stress aus

Ein Baum mit vielen Namen soll in Zukunft in Oberösterreichs Wäldern viel öfter anzutreffen sein. Die Rede ist von der Rotföhre, die auch als Weißkiefer, Waldföhre und Gemeine Kiefer bekannt ist. Der Tiefwurzler wurde zum Baum des Jahres gekürt, weil er sehr stresstolerant ist und wenig Wasser braucht. Ideal im Klimawandel, der langsam der Fichte als Brotbaum der Bauern den Garaus macht.
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„Der Nadelbaum Rotföhre wächst bei uns in vielen der kleinen Bauernwälder, aber auch in den größeren Schutzwäldern oder auf den Arealen der Bundesforste“, sagt Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger. Dass die Wahl heuer auf den robusten Baum mit den tief reichenden Wurzeln gefallen ist, sei kein Zufall: „Die Rotföhre ist sehr stresstolerant und gedeiht selbst an kargen Standorten. Sie braucht wenig Wasser und kommt mit extremen Bedingungen gut zurecht.“

Stichwort Klimawandel:
Die Fichte als Hauptbaumart gelangt immer mehr an ihre Grenzen. Vor allem lange Trockenphasen haben diese Baumart in den vergangenen Jahren stark geschädigt und zu einem „leichten Fressen“ für den Borkenkäfer gemacht. Das hat zu einem Umdenken in der Forstwirtschaft geführt.

Auch interessant:
In Oberösterreich gibt es 70.000 Waldbesitzer, die gesamte Waldfläche beträgt 500.000 Hektar. Dass – wie in Ohlsdorf – großflächig Bestände abgeholzt werden, kommt selten vor. Ohne behördliche Genehmigung dürfen maximal 0,2 Hektar im Schutzwald und 0,5 Hektar im Wirtschaftswald in einem Zug genutzt werden.

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