Ein psychisch angeschlagener Landwirt (41) aus Steinbach am Ziehberg in Oberösterreich war offenbar nicht mehr in der Lage, eine Tragödie zu verhindern. Bei einer Kontrolle in seinem Stall wurden am Dienstag zehn tote Kälber entdeckt. 25 erwachsene Rinder überlebten die Vernachlässigung. Der Bauer wurde in die Psychiatrie eingewiesen.
Es war eine Anzeige der AMA, dass bei den Ohrmarken offenbar etwas nicht korrekt gemeldet worden sei, die zur Aufdeckung des Dramas in Steinbach am Ziehberg maßgeblich beitrug. Die Amtsärztin der BH Kirchdorf hielt am Dienstagvormittag am Hof des 41-jährigen Landwirts Nachschau und stieß im Stall auf zehn verendete Kälber.
„Die Jungtiere waren offenbar noch nicht lange tot“, bestätigt Elisabeth Leitner, Bezirkshauptfrau von Kirchdorf, den grausigen Fund. 25 erwachsene Rinder konnten lebend geborgen werden, sie sind nun auf guten Plätzen untergebracht. Die Kadaver wurden von der Tierkörperverwertung Regau entsorgt.
Psychisch krank
Der psychisch schwer angeschlagene Bauer, der nicht mehr in der Lage war, sich um seine Tiere zu kümmern, wurde in die psychiatrische Abteilung des Klinikums Steyr eingeliefert. Er lebte allein am Hof, ließ dort auch niemanden mehr hinein und dürfte massiv überfordert gewesen sein. „Es gab bisher leider keine Hinweise, dass auf dem Hof etwas nicht in Ordnung sein könnte“, sagt Bürgermeisterin Bettina Lancaster, die sich über das Tierdrama bestürzt zeigt.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.