05.12.2021 08:30 |

Impfen und Testen

Antworten, die viele Fragen offen lassen

Mehrfach berichtete die „Tiroler Krone“ über Chaos und lange Wartezeiten beim Impfen und Testen in Tirol. Das Land stand uns nun Rede und Antwort, ließ aber Einiges offen.

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Von Chaos und langen Wartezeiten wollte das Land Tirol nichts wissen: „Nach derzeitigem Kenntnisstand wird an allen Standorten ein geordneter und organisierter Ablauf verzeichnet.“ In jedem Impfzentrum seien Impfkoordinatoren tätig, die sich um eine bestmögliche Organisation bemühen würden. Überall würden außerdem mehrere Ärzte und diplomierte Kräfte arbeiten.

Schilderungen, die die „Tiroler Krone“ unter anderem aus Innsbruck erreichten, zeichnen freilich ein ganz anderes Bild. Von stundenlangem Warten war die Rede. Kürzlich schloss das Impfzentrum in der Bachlechnerstraße. Geimpft wird nun in der Messehalle. Das erklärt das Land mit Kapazitätsoptimierungen: „Seither liegen die Wartezeiten – mit Ausnahme von Stoßzeiten – zum Großteil unter einer halben Stunde.“ Der Durchlauf in den Impfzentren werde laufend beobachtet und evaluiert. Zudem verwies man auf die „Wartezeiten-Ampeln“ auf tirolimpft.at, die in der vergangenen Woche größtenteils auf „grün“ gestellt gewesen seien. Aber: Grün kann alles zwischen keiner und einer Stunde Wartezeit bedeuten...

Termin oder kein Termin macht kaum Unterschied
Immer wieder berichteten „Krone“-Leser, dass Anstehen bei den Impfstraßen mit Termin gleich lange dauert wie ohne. Auf unsere diesbezügliche Nachfrage ging das Land nicht ein. Warum das Anstehen nicht in zwei separaten Schlangen organisiert ist, blieb ebenfalls unbeantwortet. Stattdessen verwies man darauf, dass „die Leitsysteme zum Großteil sehr gut funktionieren und bestmöglich umgesetzt werden“.

Bringt es also überhaupt etwas, allen Ungeimpften Termine zuzuweisen, wie es das Land Tirol vor einigen Wochen getan hat? „Wir gehen unterschiedliche Wege und ergreifen unterschiedliche Maßnahmen, um möglichst viele Menschen zu erreichen – darunter auch Erinnerungsschreiben“, erklärt Gesundheitslandesrätin Annette Leja. Sie sieht Tirol im Hinblick auf die Impfangebote sehr gut aufgestellt. „Allein in Impfzentren und bei den niedergelassenen Ärzten gibt es derzeit eine Gesamtkapazität von rund 70.000 Covid-19-Impfungen pro Woche“, betont sie.

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Grundsätzlich ist festzuhalten, dass wir in Tirol im Hinblick auf die Covid-Impfangebote sehr gut aufgestellt sind und viele verschiedenste dezentrale, wohnortnahe Impfungen anbieten, die sehr gut angenommen werden.

Gesundheitslandesrätin Annette Leja

Bei den Erstimpfungen müsse man noch deutlich aufholen, meint Leja. Ob dies – trotz unbestritten vieler Angebote – angesichts der Wartezeiten zu erreichen ist, darauf wollte das Land nicht eingehen.

Im Corona-Management wird Personalzahl erhöht
Auch eine klare Antwort darauf, warum die Quarantäne indirekt verdoppelt wurde, weil es die Möglichkeit zum Freitesten nicht mehr gibt, blieb das Land schuldig. Man verwies lediglich darauf, dass Betroffene über eine SMS informiert wurden. Dass die neue Regelung nie offen kommuniziert wurde, kommt nicht zur Sprache. Grund für die Änderung sei Personalmangel im Corona-Management. Die Kapazitäten werden laut Land derzeit erhöht.

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