15.11.2021 22:00 |

Internationale Studie

Für wen die Theaterhäuser Kulturarbeit machen

Warum Menschen ins Theater gehen, was sie sich erwarten und wie man das Publikum hält beziehungsweise neue Besucher gewinnen kann, wurde in einer internationalen, dreijährigen Studie erhoben und von der Interessensgemeinschaft der Kulturinitiativen in Kärnten/Koroška (IG KiKK) am Stadttheater präsentiert.

Ins größte Theater Kärntens, ins Stadttheater Klagenfurt, lud die IG KiKK am Montag zur Vorstellung der über die EU international durchgeführten ASSET-Studie. In dieser wurden Besucher unterschiedlicher Theater in Bulgarien, Kroatien, Finnland, Tschechien und Österreich befragt.

Theater ist weiblich
„Es gibt kein Durchschnittspublikum“, betont Gerald Gröchenig, der österreichische Bereichsleiter der Studie. Einige Theaterbesucher haben eine inhaltliche Präferenz, sind beispielsweise Fans des Klassischen oder Liebhaber von Stars, einige sind Mainstreamer. Und: Das Theater ist weiblich: Europaweit sind 74 Prozent der Besucher Frauen, in Österreich sitzen 65 Prozent Frauen und 35 Prozent Männer in den Theatern. Als beste Werbung gilt nach wie vor die Mundpropaganda.

Zudem wurden die Ängste des Publikums hinsichtlich der Pandemie thematisiert: Am größten ist die Angst, neben jemanden sitzen zu müssen, der sich nicht an die Vorschriften hält.

Um Interesse fürs Theater zu wecken, spielen laut Gröchenig auch Formate wie die Europäische Theaternacht eine Rolle: Am 20. November wird in Kärnten zu „Pay as you wish“ an mehreren Orten ein Kulturprogramm geboten: www.theaternacht.at.

Tina Perisutti
Tina Perisutti
Von
Christina Natascha Kogler
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