Der Dreierlandtag unter Einbeziehung der Region Trient erreiche wenig Konkretes. Die Trentiner würden zudem, wie in der Frage der gemeinsamen Olympia-Bewerbung, zu sehr bremsen, meinten die Freiheitlichen. Ein derartiger Antrag war bei der jüngsten Sitzung des Dreierlandtages in Meran am Widerstand der Trentiner Mandatare gescheitert.
Enge Zusammenarbeit vonnöten
"Die Trentiner müssen wissen, dass es viele Themen gibt, bei denen man nicht immer auf sie warten kann", meinte der Landesparteiobmann der Südtiroler Freiheitlichen, Pius Leitner. In vielen Bereichen, wie etwa die Frage der gemeinsamen Stromnetze, der Doppelstaatsbürgerschaft, der Universitäten oder der Tourismuswerbung brauche es nun einmal vor allem eine enge Zusammenarbeit zwischen Nord- und Südtirol. Das habe auch geschichtliche Gründe. "Der Dreierlandtag soll nicht abgeschafft werden", sprach sich der Tiroler FPÖ-Obmann, Gerald Hauser (im Bild) zwar für eine Beibehaltung des zuletzt alle zwei Jahre abgehaltenen Gremiums aus. Aber es gehe nicht zuletzt auch um ein Bekenntnis zur gemeinsamen Heimat. "Wir sind für ein Tirol", betonte Hauser.
Daher würden die Freiheitlichen sowohl im Nordtiroler als auch im Südtiroler Landtag aktiv werden. So werde die Tiroler FPÖ in Sachen Zweierlandtag ein Schreiben an die Klubobleute der Parteien und das Präsidium des Tiroler Landtages richten. Die Südtiroler Freiheitlichen würden zudem einen Beschlussantrag ins Auge fassen.
Bei der Landtagswahl 2008 erreichte die Tiroler FPÖ vier der insgesamt 36 Mandate. Die Südtiroler Freiheitlichen stellen fünf der 35 Abgeordneten.
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