Auf der Anklagebank des Gerichts in Eisenstadt landete ein Burgenländer, der im Internet nach der „großen Liebe“ gesuchte hatte. Doch seine Angebetete war erst 16, was der Beschuldigte nicht gewusst haben will. Im Streit drohte der Mann der Teenagerin damit, die Nacktfotos, die sie ihm geschickt hatte, zu veröffentlichen.
Nicht mehr allein durchs Leben gehen wollte ein Burgenländer. Und so meldete er sich auf einer Dating-Webseite an. Dort lernte der 23-Jährige eine junge Frau kennen. Laut ihrem Profil wirkte sie älter als 18, tatsächlich war sie jedoch gerade einmal 16. Man tauschte Chatnachrichten aus, bei denen es auch heiß herging.
Und die Angebetete schickte ihrem Verehrer Nacktfotos – ein schwerer Fehler, wie sich herausstellen sollte. Denn weil die junge Frau ein Treffen verweigerte, riss dem Burgenländer irgendwann der Geduldsfaden und er drohte damit, die Nacktbilder ins Internet zu stellen.
Da kommst Du nicht mehr raus. Mehr Bilder schicken oder treffen, das sind die Optionen.
Angeklagter Burgenländer
Erpressung mit Nacktfotos
Was ihm eine Anklage wegen Nötigung und Verbreitung von Kinderpornografie einbrachte. Beim Prozess in Eisenstadt zeigte sich der Angeklagte reumütig: „Ich hab das nur geschrieben, weil ich so verärgert war. Ich habe aber wirklich nicht gewusst, dass sie minderjährig war.“
Der Verteidiger verwies auf Fotos, auf denen das Opfer durchaus deutlich älter als 16 Jahre wirkt. Am Ende kam der 23-Jährige mit einem blauen Auge davon: Gegen Zahlung von 1500 Euro wird das Verfahren eingestellt, eine Vorstrafe bleibt ihm damit erspart.
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