Ein Monat lang

Steuer fraß Pension: Seniorin steht ohne Geld da

Die Neubemessung der Witwenpension kam einer 91-Jährigen aus dem Bezirk St. Pölten teuer zu stehen. Denn weil sie die Erhöhung auch rückwirkend ausbezahlt bekam, wurde ihre eigene Pension eingezogen. Nun muss die Rentnerin einen Monat lang ohne Geld auskommen. Die Beamtenpensionsversicherung sieht sich im Recht.

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Eine Nachricht vom August hat nun ein Nachspiel für die 91-Jährige. Im Sommer wurde die Pensionistin nämlich informiert, dass die Witwenpension, die sie seit Juni 2020 bezieht, rückwirkend erhöht wird. Eine vierstellige Summe wanderte von der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) auf ihr Konto – aber ohne Abzug der Lohnsteuer.

Doch der Folgen des Zusatz-Satzes, dass die Aufrollung der Steuer durch ihre Versicherung, die BVAEB, erfolge, war sich die 91-Jährige nicht bewusst. Schließlich geschah der Abzug der Steuer sonst automatisch. Dieses Mal „fraß“ die Lohnsteuer aber ihre eigene Pension auf.

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Laut Gesetz sind wir verpflichtet, die Lohnsteuer für beide Leistungen einzuheben.

Die BVAEB

Versicherung sieht sich im Recht
Im Oktober bekam sie keinen Cent von der BVAEB ausbezahlt, auch im November werde ihre ohnehin nicht üppige Pension reduziert. „Laut Gesetz sind wir verpflichtet, die Lohnsteuer für beide Leistungen einzuheben. Dieses Mal war das in Summe eine Monatspension“, sieht man sich bei der BVAEB im Recht. Zwar biete man Ratenzahlung an, doch wusste die Frau ja gar nicht, wie viel Steuer tatsächlich fällig sei. Eine gesonderte Info sei im Vorfeld auch nicht möglich, heißt es seitens der Anstalt.

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